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Die bayerische Flüchtlingspolitik
#1
Die CSU hat ihren christlichen und ökonomischen Kompass aus Angst vor der AfD leider verloren:

Zitat:Flüchtlingshelfer kritisieren, dass die sogenannte "3+2-Regelung" in Bayern faktisch nicht umgesetzt wird. Sie besagt, dass nicht anerkannte Asylbewerber eine Ausbildung beginnen und anschließend zwei Jahre im erlernten Beruf arbeiten können. Auch eingefleischte Konservative können diesen Kurs der CSU nicht nachvollziehen.
(...)
Betroffen sind davon insbesondere die jungen Afghanen im Freistaat. Dabei hätten viele von ihnen bereits einen Ausbildungsvertrag. "Wir, die Recht und Ordnung als Grundpfeiler unseres Staates begriffen haben, mussten erkennen, dass Recht ein äußerst dehnbarer Begriff ist", sagte Nordling in ihrer Rede. Und jene Flüchtlinge, deren Akte von einer der Zentralen Ausländerbehörden angefordert wurde, könnten "die Hoffnung gleich fahren lassen". Es sei erklärter Wille der Staatsregierung, dass sie "gar nicht erst integriert werden".
Für den Regensburger Albert Rogg und Clarissa Witzlinger aus Forchheim grenzt das an "ökonomischen Irrsinn". "Wir haben viel Geld in diese jungen Leute investiert. Und jetzt, wo wir die Früchte ernten könnten, lässt man sie nicht arbeiten und alimentiert sie", sagte Rogg. "Das ist eine Politik, die nur um der Machtdemonstration willen durchgesetzt wird", glaubt Rainer Krug aus Bad Windsheim. (...)
Der 21-jährige Afghane Herjat Khan Marofkhel, der mit seiner Helferin Christiane Lettow-Berger zur Versammlung anreiste, ist froh, dass so viele Menschen für ihn und die anderen Flüchtlinge kämpfen. "Ich lebe seit vier Jahren hier", sagt er in flüssigem Deutsch, "und auch ich habe einen Ausbildungsvertrag gehabt." Den Stempel der Behörde aber bekam er nicht.

Ausbildungsbetriebe und Flüchtlingshelfer verzweifeln
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#2
(20.11.2017, 19:57)leopold schrieb: Die CSU hat ihren christlichen und ökonomischen Kompass aus Angst vor der AfD leider verloren:


Ausbildungsbetriebe und Flüchtlingshelfer verzweifeln

Ich möchte nur kurz erwähnen, dass Flüchtlinge mit subsidiärem Status nur ein temporäres Bleiberecht haben. Es kann ihnen nach 5 Jahren ein Bleiberecht gewährt werden - unter bestimmten Voraussetzungen.

Zitat:Rechtliche Grundlagen und Folgen
  • Aufenthaltserlaubnis für ein Jahr
  • bei Verlängerung: jeweils zwei weitere Jahre
  • Niederlassungserlaubnis nach fünf Jahren (die Asylverfahrensdauer wird eingerechnet) möglich, wenn weitere Voraussetzungen, wie etwa die Sicherung des Lebensunterhalts sowie ausreichende Deutschkenntnisse, erfüllt sind.
  • unbeschränkter Arbeitsmarktzugang - Erwerbstätigkeit gestattet

Das gilt natürlich besonders für nicht anerkannte Asylbewerber.
Ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen, ist eine sehr gute Sache, schon aus Gründen der Beschäftigung und Alltagsgestaltung, aber daraus ein Arbeits- oder Bleiberecht abzuleiten, ist doch nicht zwingend oder gar naheliegend. Es ist die Möglichkeit einer beruflichen Qualifikation, aber nicht mehr. natürlich kann es Ausnahmen geben. Wie überall.
Wenn sie z.B. zurück in ihr Heimatland müssen, können sie dort ihre beruflichen Kenntnisse zum Nutzen aller einsetzen. 
Wer soll denn die zerstörten Städte und verwüsteten Felder wieder aufbauen und kultivieren? Die zurückgebliebenen Frauen, Kinder und Alten?
Oder wer soll das sonst alles herrichten und instandsetzen?
Russische Arbeitsbrigaden? Oder von Saudis angeheuerte Fremdarbeiter aus Indien, Pakistan, Bangladesh usw.?

Und das scheint der Stein des Anstoßes zu sein (aus dem oben zitierten Artikel):
Zitat:In diesem Geiste sind auch die Vollzugshinweise des Innenministeriums verfasst, die Bayerns Flüchtlingshelfer - aber auch zahlreiche Ausbildungsbetriebe - seit mehr als einem Jahr oft daran zweifeln lassen, ob ihre Arbeit überhaupt noch Sinn ergibt. War es vor den Anweisungen an Bayerns Ausländerämter kein Problem, dass Flüchtlinge trotz abgelehnten Asylantrags relativ schnell zu einer Duldung und zu einer Ausbildungserlaubnis kamen, so sei damit längst Schluss.

Der aus welchen Gründen auch immer abgelehnte Asylantrag soll durch eine schnelle Duldung und eine Ausbildungserlaubnis praktisch umgangen werden.
Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd.
"Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir" (Mark Twain)
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#3
Die Ausbeute der bayerischen Grenzpolizei ist mager

Die Augenwischerei der CSU - viel Getöse, wenig Effizienz. Gleichzeitig auch ein Beweis dafür, wie "wichtig" doch die zusätzliche Grenzpolizei ist
"Man weiß aufgrund von Genozid-Forschung und anderen Erkenntnissen, welch erhebliches Potenzial Äußerungen haben können. Wenn sie Hassrede klug platzieren, können sie schnell einen gruppendynamischen Prozess auslösen, der dazu führt, dass Leute erschlagen werden. Da merkt man, dass Worte doch nicht immer so harmlos sind, wie man denkt."

Jura-Professor Jochen Bung
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#4
(01.09.2018, 21:10)Klartexter schrieb: Die Ausbeute der bayerischen Grenzpolizei ist mager

Die Augenwischerei der CSU - viel Getöse, wenig Effizienz. Gleichzeitig auch ein Beweis dafür, wie "wichtig" doch die zusätzliche Grenzpolizei ist

Sie haben ja so recht, dieser sinnlose Aktionismus ist allein der bevorstehenden Landtagswahl geschuldet. Denen schlottern die Knie, und zwar zurecht, der Wähler weiß, was er will.
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#5
(01.09.2018, 21:10)Klartexter schrieb: Die Ausbeute der bayerischen Grenzpolizei ist mager

Die Augenwischerei der CSU - viel Getöse, wenig Effizienz. Gleichzeitig auch ein Beweis dafür, wie "wichtig" doch die zusätzliche Grenzpolizei ist

Wow! Und das verschlingt Millionen! Wie auch die Sicherungsmaßnahmen in den neuen Ankerzentren. Da wird kein Geld gespart, sondern die werden teurer als die bisherige Unterbringung. Allein 6 Wachleute in Inningen für 30 Bewohner! Was kostet das im Monat?


Zitat:73 Grenzkontrollen habe die bayerische Polizei bisher durchgeführt, heißt es aus dem Polizeipräsidium Niederbayern. Dabei seien seit Mitte Juli vier illegal einreisende Personen aufgegriffen und der Bundespolizei überstellt worden, teilte das Innenministerium am Freitag mit. Außerdem wurden vier Verfahren gegen Schleuser eingeleitet.
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#6
(02.09.2018, 16:39)messalina schrieb: Also wenn die Flüchtlinge nicht so gewalttätig wären, könnte man bestimmt welche von den Wachleuten einsparen glaube ich. Kann man aber nicht.

Man könnte Leute ohne Papiere auch einfach gesiebte Luft atmen lassen, so wie es dir und mir auch erginge, wenn wir ohne Papiere im Morgenland aufgegriffen würden. Dann könnten sechs Wachleute für die Sicherheit von noch viel mehr Menschen sorgen als nur 30.
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#7
(02.09.2018, 18:05)PuK schrieb: Man könnte Leute ohne Papiere auch einfach gesiebte Luft atmen lassen, so wie es dir und mir auch erginge, wenn wir ohne Papiere im Morgenland aufgegriffen würden. Dann könnten sechs Wachleute für die Sicherheit von noch viel mehr Menschen sorgen als nur 30.

Es wäre schon ein Anfang, wenn die CSU konsequent den Irrweg der Frau Merkel nicht mitgehen würde, dann hätte die keine Mehrheit mehr. Aber da können wir lange warten.

Wir brauchen eine rigorose Asylpolitik, ohne diese ist Willkür an der Tagesordnung.
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#8
(20.11.2017, 19:57)leopold schrieb:
Zitat:[Bild: http://fs1.directupload.net/images/180902/zmizxwhy.png]

Da hat die dpa aber sicherlich ziemlich lange suchen müssen, bis sie endlich irgendwo dieses Motiv für ihr Symbolbildchen gefunden hat. Ich unterstelle jetzt mal nicht, dass das Foto nur gestellt ist, denn das Motiv könnte immerhin möglich sein. Möglich vielleicht schon, aber nicht wahrscheinlich.

Ach was, Spaß beiseite. Das Foto ist gestellt, fertig.
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#9
(02.09.2018, 18:45)PuK schrieb: ....../....

Ach was, Spaß beiseite. Das Foto ist gestellt, fertig.

Unfug, Spaßvogel von eigenen Gnaden.

Ein guter Freund, selbständiger Schreinerhandwerksmeister, mit mind. 20 Mitarbeitern,
hat mit uns, einer Ortsgruppe der NfD, in Gemeinschaftsarbeit für den Verein gewerkelt.

Neues Dach für unsere Vereinshütte im "tiefen Forst," Großraum Augsburg,
mit dem Auto nicht zu erreichen  (nur so, damit dich nicht auf die Suche machst.)

Geholfen hat dabei ein bei ihm beschäftigter Schreiner, anerkannter Flüchtling aus Syrien.
Der ist bei ihm jetzt 2 Jahre tätig, zunächst 1 1/2 Jahre im Praktikum und aufgrund seiner guten Arbeit,
seinem positiven Auftreten, jetzt mit festem Arbeitsvertrag.

Der musste sich nur an unsere Arbeitsweise gewöhnen
und an die wesentlich moderneren Arbeitsabläufe und Maschinen.

Bier hat er mit uns bei der Brotzeit nicht getrunken, der bedauernswerte Moslem.
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#10
Zitat:Wer seine Familie bei sich hat, der integriert sich besser. Flüchtlinge wie der Syrer Omar, die eine Bleibeperspektive in Deutschland haben, sollten deshalb frühzeitig über die Möglichkeiten eines Familiennachzugs informiert werden. So empfiehlt es eine Studie der Hanns-Seidel-Stiftung (HSS) von 2018, in der auch Omar befragt wurde und die der Süddeutschen Zeitung vorliegt. Dies mag auf den ersten Blick verwundern. Schließlich steht die HSS der CSU nahe, bei der sie nicht gerade in Jubelgeschrei ausbrechen, wenn Flüchtlinge vermehrt ihre Familien nachholen sollen. Auf den zweiten Blick aber ergibt dann doch wieder alles Sinn, denn: Die Studie wurde nie veröffentlicht.


Hanns-Seidel-Stiftung veröffentlicht CSU-kritische Studie nicht
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