Treffpunkt Königsplatz
Steinmeier als BP? - Druckversion

+- Treffpunkt Königsplatz (https://treffpunkt-koenigsplatz.de)
+-- Forum: Allgemeine Diskussionen (https://treffpunkt-koenigsplatz.de/forumdisplay.php?fid=1)
+--- Forum: Was bewegt Deutschlands Bürger? (https://treffpunkt-koenigsplatz.de/forumdisplay.php?fid=3)
+--- Thema: Steinmeier als BP? (/showthread.php?tid=384)

Seiten: 1 2 3 4 5 6 7


RE: Steinmeier als BP? - Martin - 14.11.2016

Die Nominierung des neuen BP wäre übrigens eine klasse Gelegenheit für die etablierte Parteienlandschaft gewesen, auch hinsichtlich der Wahlerfolge von AfD & Co., zu signalisieren, dass man etwas verstanden hat. Das ein stumpfes "Weiter so" nicht das Gebot der Stunde ist. Das man bereit ist umzudenken und stattdessen einen klugen, integren und bürgernahen Präsidenten nominiert, wie z. B. Bosbach (nur ein Beispiel, vermutlich keine Option aufgrund seiner Erkrankung).

Aber nein. Man hat wieder einen linientreuen Regierungsvertreter auf das Schild gemauschelt. Das Amt als Beute der Parteien, eine Art Belohnung für treue Dienste. Und man wollte mit einem SPD-Kandidaten natürlich auch Merkel eins auswischen. Der Spiegel schreibt etwas von einem "gelungenen Coup", gerade so, als sei die Nominierung ein geglückter Banküberfall. Wieder eine Lehrstunde in Sachen Politkverdrossenheit.

Martin


RE: Steinmeier als BP? - Sophie - 14.11.2016

(14.11.2016, 17:17)Martin schrieb:  Die Nominierung des neuen BP wäre übrigens eine klasse Gelegenheit für die etablierte Parteienlandschaft gewesen, auch hinsichtlich der Wahlerfolge von AfD & Co., zu signalisieren, dass man etwas verstanden hat. Das ein stumpfes "Weiter so" nicht das Gebot der Stunde ist. Das man bereit ist umzudenken und stattdessen einen klugen, integren und bürgernahen Präsidenten nominiert, wie z. B. Bosbach (nur ein Beispiel, vermutlich keine Option aufgrund seiner Erkrankung).

Aber nein. Man hat wieder einen linientreuen Regierungsvertreter auf das Schild gemauschelt. Das Amt als Beute der Parteien, eine Art Belohnung für treue Dienste. Und man wollte mit einem SPD-Kandidaten natürlich auch Merkel eins auswischen. Der Spiegel schreibt etwas von einem "gelungen Coup", gerade so, als sei die Nominierung ein geglückter Banküberfall. Wieder eine Lehrstunde in Sachen Politkverdrossenheit.

Martin

Richtig, die Medien spielen da eine nicht unerhebliche Rolle,indem sie eben nie nach einem neutralen Kandidaten verlangen, sondern ganz im Gegenteil ihr Machtsüppchen mitköcheln, indem sie die Durchsetzungsfähigkeit einer amtierenden Regierung an dem Umstand festzumachen, ob sie einen geeigneten Kandidaten aufbieten und durchsetzen kann.


RE: Steinmeier als BP? - _solon_ - 14.11.2016

(14.11.2016, 12:18)Serge schrieb:  Finde ich gar nicht gut, Steinmeier auf diesen Posten abzuschieben.
Erstens ist mir schon vor seinen einschläfernden, drögen präsidentiellen Reden Angst, man kann ihnen ja nun wirklich nicht so ganz entgehen, auch wenn man will.
Und zweitens gehört der Mann auf den Außenministerposten, weil er nahezu der einzige aller EU-Minister und -politiker ist, der sich der angestrengten und Anti-Russland-, speziell Anti-Putin-Kampagne der EU und NATO in den Weg gestellt hat und willens und auch fähig ist, die derzeitig zugespitzte Lage differenziert und rational zu beurteilen (soll er vielleicht deswegen kaltgestellt werden?)
Okay, über seine Sünden, die er gemeinsam mit Steinbrück, Münte und Schröder begangen hat, will ich jetzt mal hinwegsehen. Aber wenn er schon auch eine gute Seite hat, sollte man sie ausbeuten.
Verschleuderte Fähigkeiten für den bedeutungslosen Präsentierposten des BP.

Ihr Loblied auf Steinmeier kann icht nicht teilen.

Was kann er denn auf seiner Sollseite verbuchen außer einigen Initiaven von denen wohl keine so richtig gezündet hat?

Gut - allen kann mans nie Recht machen. Er ist eine Notlösung. Ich hätte mir viel schlechtere vorstellen können.


RE: Steinmeier als BP? - leopold - 14.11.2016

Steinmeier ist der derzeit mit Abstand beliebteste deutsche Politiker. Ich freu' mich für ihn und er wird ein guter Präsident sein.


RE: Steinmeier als BP? - _solon_ - 14.11.2016

(14.11.2016, 19:36)Phantomias schrieb:  Steinmeier ist der derzeit mit Abstand beliebteste deutsche Politiker. Ich freu' mich für ihn und er wird ein guter Präsident sein.

Da haben Sie Recht. Aber ist der beliebteste auch der Beste (für dieses Amt)?


RE: Steinmeier als BP? - TomTinte - 14.11.2016

(14.11.2016, 19:36)Phantomias schrieb:  Steinmeier ist der derzeit mit Abstand beliebteste deutsche Politiker. Ich freu' mich für ihn und er wird ein guter Präsident sein.

At
Welche Kriterien gibt es für einen guten Bundespräsdenten?


RE: Steinmeier als BP? - Martin - 14.11.2016

(14.11.2016, 19:39)TomTinte schrieb:  At
Welche Kriterien gibt es für einen guten Bundespräsdenten?

Beim derzeitigen Ansehen deutscher Politiker wäre selbst ein Hundewelpen ein heißer Kandidat auf das Amt.
Oder anders ausgedrückt: Unter den Blinden ist der Einäugige der König.

Martin


RE: Steinmeier als BP? - TomTinte - 14.11.2016

(14.11.2016, 19:59)Martin schrieb:  Beim derzeitigen Ansehen deutscher Politiker wäre selbst ein Hundewelpen ein heißer Kandidat auf das Amt.
Oder anders ausgedrückt: Unter den Blinden ist der Einäugige der König.

Martin

und den zukünftigen US-Präsident angepöbelt. Wer am besten gepöbelt hat, wird Bundesgrüßaugust. Okay Steinmeier nimmt den Posten gerne an. So muss er nicht das Elend des Bundeswahlkampfes der SPD mitmachen.


RE: Steinmeier als BP? - Martin - 14.11.2016

(14.11.2016, 20:06)TomTinte schrieb:  und den zukünftigen US-Präsident angepöbelt. Wer am besten gepöbelt hat, wird Bundesgrüßaugust. Okay Steinmeier nimmt den Posten gerne an. So muss er nicht das Elend des Bundeswahlkampfes der SPD mitmachen.

Lt. B5 hat ihn Gabriel beiseite geschoben, um seine Kanzlerkandidatur zu sichern. EU-Schulz soll neuer Außenminister werden. Zwei Fliegen mit einer Klappe.

Martin


RE: Steinmeier als BP? - Sophie - 15.11.2016

(14.11.2016, 19:36)Phantomias schrieb:  Steinmeier ist der derzeit mit Abstand beliebteste deutsche Politiker. Ich freu' mich für ihn und er wird ein guter Präsident sein.

Er kann gar kein guter Präsident sein, legt man an ihn nur halbwegs die moralischen Maßstäbe, die man meinte an Wulff legen zu müssen.

Nein, über solches Versagen darf kein Gras wachsen. Das ist wie in der Nacht an einem bei Minus 20 Grad nackt an der Straße Win kenden vorbeifahren, weil es sich um eine Falle halten könnte. Bzw. schlimmer, weil es Steinmeier gar nicht um eine mögliche Bedrohung für sich oder das Land ging, sondern lediglich um eine unpopuläre Entscheidung, die er nicht treffen wollte.