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Amris Flucht
#1
Heute wird in verschiedenen Medien (mit unterschwelliger Empörung) rekonstruiert, wie sich Amri 'unbehelligt' durch Europa bewegen konnte.

https://www.welt.de/politik/article16088...iehen.html

Dazu ist anzumerken, dass er natürlich zwei Tage in denen die Deutsche Polizei eine falsche Spur verfolgte Zeit hatte, 'Land zu gewinnen',

Es wäre also auch bei Grenzkontrollen zunächst nicht zu verhindern gewesen, dass der Täter sich absetzt. In zwei Tagen reist man, so man will ganz schön weit - sogar bis nach Italien. Insofern wieder eine Scheindebatte, die nur zu schärferen Kontrollen führen soll, die aber eben gar nichts gebracht haben würden, so die Strafverfolgungsbehörden dilettieren.
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#2
(05.01.2017, 06:21)Sophie schrieb: Dazu ist anzumerken, dass er natürlich zwei Tage in denen die Deutsche Polizei eine falsche Spur verfolgte Zeit hatte, 'Land zu gewinnen',

Es wäre also auch bei Grenzkontrollen zunächst nicht zu verhindern gewesen, dass der Täter sich absetzt. In zwei Tagen reist man, so man will ganz schön weit - sogar bis nach Italien. Insofern wieder eine Scheindebatte, die nur zu schärferen Kontrollen führen soll, die aber eben gar nichts gebracht haben würden, so die Strafverfolgungsbehörden dilettieren.

Meine grenzenlose Naivität konkurriert mit Deiner und der der Polizei. Glaubst du wirklich, daß die Polizei angesichts eines 95%ig Verdächtigen die Hände in den Schoß legt und darauf vertraut, daß sie den Richtigen hat, der zudem reiner bzw. unreiner Einzeltäter sein muß und er keine Komplizen hat, die man getrost in Ruhe lassen könne?

Ganz allgemein zur Grenzsicherung - ob Landes- oder Schengengrenze - kann man die natürlich stachelverdrahten und unter Strom setzen und den Vorraum mit hübsch niedrigen Bodendeckern und Tretminen verzieren, dann ist es aber immer noch möglich, einen längst eingebürgerten wackeren Mihigranten zu einem Attentäter zu bekehren.
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#3
(05.01.2017, 09:06)forest schrieb: Meine grenzenlose Naivität konkurriert mit Deiner und der der Polizei. Glaubst du wirklich, daß die Polizei angesichts eines 95%ig Verdächtigen die Hände in den Schoß legt und darauf vertraut, daß sie den Richtigen hat, der zudem reiner bzw. unreiner Einzeltäter sein muß und er keine Komplizen hat, die man getrost in Ruhe lassen könne?

Ganz allgemein zur Grenzsicherung - ob Landes- oder Schengengrenze - kann man die natürlich stachelverdrahten und unter Strom setzen und den Vorraum mit hübsch niedrigen Bodendeckern und Tretminen verzieren, dann ist es aber immer noch möglich, einen längst eingebürgerten wackeren Mihigranten zu einem Attentäter zu bekehren.

Du meinst die hätten schon gleich gewusst, wer der Attentäter war und KEINEN Fahndungaufruf rausgegeben? Staun. Dann hätten die den an der Grenze aber doch auch nicht aus dem Verkehr gezogen, oder?

Oder doch, weil man den europäischen Kollegen intern Bescheid gegeben hätte?

Klingt gut, stellt sich nur die Frage, wie zu Zeiten dichter Grenzen (70er Jahre) die RAF-Terroristen unbehelligst quer durch Europa reisen konnten. Nein, nicht nur via DDR - das war der Weg Richtung Nahost zu ihren Ausbildungscamps, aber nach Frankreich, Italien fuhr man ganz regelmäßig relativ unbehelligt.
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#4
(05.01.2017, 06:21)Sophie schrieb: Heute wird in verschiedenen Medien (mit unterschwelliger Empörung) rekonstruiert, wie sich Amri 'unbehelligt' durch Europa bewegen konnte.

https://www.welt.de/politik/article16088...iehen.html

Dazu ist anzumerken, dass er natürlich zwei Tage in denen die Deutsche Polizei eine falsche Spur verfolgte Zeit hatte, 'Land zu gewinnen',

Es wäre also auch bei Grenzkontrollen zunächst nicht zu verhindern gewesen, dass der Täter sich absetzt. In zwei Tagen reist man, so man will ganz schön weit - sogar bis nach Italien. Insofern wieder eine Scheindebatte, die nur zu schärferen Kontrollen führen soll, die aber eben gar nichts gebracht haben würden, so die Strafverfolgungsbehörden dilettieren.

Manchmal muss ich mich schon fragen,

wenn ich solche Beiträge wie den Deinen lese, was sooo schlimm dran sein soll, dass man an Grenzen kontrolliert wird. Konnte man früher, wo das doch gang und gäbe war, nicht auch in alle Hergottsländer fahren?

Hast Du, oder die Befürworter, denn irgendetwas zu befürchten wenn Du einmal vielleicht zuviel kontrolliert wirst. Ist es so schlimm wenn jemand weiß, der Deine unverfänglichen Daten bekommt/ausfindig macht, wo Du am liebsten zum Skifahren hinfährst? No

Hast Du deshalb in Deinem Leben schon mal Probleme bekommen, wenn Du in eine normale Verkehrskontrolle geraten bist.

Ich habe leider in meinem Berufsleben, des öfteren Probleme bekommen, dass ich mal wieder irgendwo geblitzt wurde und dafür trotz Berufsfahrten, den privaten Geldbeutel aufmachen durfte. Ich habe mich darüber auch nicht gefreut, durfte nur brav zahlen und einmal für 4 Wochen aussetzen. Aber wer war da jetzt schuld, außer ich selber?

Also mir geht diese Geflenne, wegen der Überwachung des Staates und alles was daran hängt, tierisch auf den Geist, wenn Leute sich da sooo eingeschränkt fühlen und ständig rumheulen müssen! Cry

Wer nichts zu verbergen hat, der darf auch öffentlich kontrolliert und gefilmt werden. Und ich persönlich habe eben nichts zu verbergen und ich denke Du auch nicht. Yes
Nur der FCA und der FSV Wehringen
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#5
(05.01.2017, 12:53)Sophie schrieb: Du meinst die hätten schon gleich gewusst, wer der Attentäter war und KEINEN Fahndungaufruf rausgegeben? Staun. Dann hätten die den an der Grenze aber doch auch nicht aus dem Verkehr gezogen, oder?

Iwoh. Ich verstand Dich nur so, als ob die Polizei angesichts des schnell ergriffenen Verdächtigen, weil er schnell über die Straße lief, die Hände zufrieden über dem Bauch verschränkte.
Auf dieser Brennsuppe schwimmt die Polizei hoffentlich nicht. Der Columbo-Fan erwägt mehrere Möglichkeiten, gewiß auch die obige komplett unschuldige, dann die, daß der vorläufig Verdächtige ein Mittäter war, der die Polizei auf eine falsche Fährte führt, währenddessen der Fuhrwerker sich bequem aus dem Staub macht. Ein Untertauchen in einer großen Stadt wie Berlin oder einer anderen deutschen, um Grenzkontrollen zu entgehen, wäre ebenfalls denkbar, allerdings wußte er, daß er nicht nur in Italien und in D registriert ist, somit wahrscheinlich EU-weit und er über kurz oder lang auffliegen würde.

Im Nachhinein ist natürlich gut flachsen. Er wollte zurück nach Tunesien, quasi im Austausch zu seinen Papieren - das ist fast genial, die Papiere sind dann in D, die Wege kreuzen sich über dem Mittelmeer und er ist bei seiner Familie.
Auch löblich, daß er die Unwägbarkeiten des Straßenverkehrs gemieden hat, sondern die Eisenbahn als sichereres Verkehrsmittel bevorzugte.

'Alle reden vom Wetter, wir nicht'
finde ich immer noch einen überzeugenden Werbespruch. Seit Amri könnte man da auf neue Ideen kommen. Im Zug wurde er nicht erschossen, aber im Auto... Innocent
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#6
(05.01.2017, 13:48)messalina schrieb: Ich wollte eigentlich nicht mal in einem Land leben, wo an jeder Ecke kontrolliert und alles beschützt werden muss? [Bild: http://fs5.directupload.net/images/161203/dnewluyd.gif] Das muss viel grundsätzlicher gelöst werden. Es sollen einfach keine mehr kommen, und die meisten von denen, die neu dazugekommen sind, sollen endlich wieder gehen, sonst wird das nie mehr was. Jeden Tag kommt etwas neues Ekeliges von denen in den Nachrichten, ich will die bald gar nicht mehr kucken. Statt "jetzt kommt die Tagesschau/ das heute journal" sagen wir schon "jetzt kommen die Flüchtlinge".

Mir fällt momentan kaum ein Land ein in dem nicht an jeder Ecke kontrolliert wird (natürlich im übertragenen Sinne).

Ich weiß jetzt nicht wie's im Vatikan, in San Marino oder in Monaco ist, auch einuge wenige Staaten in Afrika klammer ich aus - aber wir müssen auf unabsehbare Zeit mit, ja, wie nenne ich es, einer überhöhten Überwachungstätigkeit der Obrigkeit leben. Und sie wird ausgehend, von status quo, noch ansteigen.
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#7
http://www.tagesschau.de/inland/amri-inn...s-101.html

Ein Staatsversagen in meinen Augen, ein Skandal unglaublichen Ausmaß.
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#8
(05.01.2017, 19:08)Sasketchewan schrieb: http://www.tagesschau.de/inland/amri-inn...s-101.html

Ein Staatsversagen in meinen Augen, ein Skandal unglaublichen Ausmaß.

Wundert Sie denn das,

wenn die zuständigen Behörden in NRW saßen/sitzen und nicht in Bayern?

Der CSUler Herrmann, der hätte da gscheit aufgeräumt, Idea

https://www.google.de/search?q=Innenmini...8gf71ZeABg

aber der da unten, Gott, oh Gott, den kann man doch in der Pfeife rauchen! Rauch

Und wer regiert in NRW, natürlich die SPD und die Grünen, noch Fragen Kienzle?

Zitat:Die Behörden wussten viel über Amri

NRW-Innenminister Ralf Jäger räumte ein, dass der Anschlag von einem Mann verübt wurde, "über den die Sicherheitsbehörden bundesweit sehr viel wussten." Doch trotz einer "durchgehenden, engmaschigen Beobachtung" hätten den Behörden des Bundes und der Länder keine konkreten Hinweise vorgelegen, die auf einen Terroranschlag hinwiesen, so Jäger.

https://www.google.de/search?q=Innenmini...8gf71ZeABg
Nur der FCA und der FSV Wehringen
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#9
(05.01.2017, 19:08)Sasketchewan schrieb: http://www.tagesschau.de/inland/amri-inn...s-101.html

Ein Staatsversagen in meinen Augen, ein Skandal unglaublichen Ausmaß.

Ver5fachen Sie das Personal des Staatsapparates - und dann wird immer noch nicht alles präventiv erkannt werden können.
Schauen Sie auf die vermeintlich autoritären Staaten, die sicherlich mehr Personal in Überwachung und verwandte Gebiete stecken - auch dort ist kein Hort der Seligen.
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#10
(05.01.2017, 06:21)Sophie schrieb: Dazu ist anzumerken, dass er natürlich zwei Tage in denen die Deutsche Polizei eine falsche Spur verfolgte Zeit hatte, 'Land zu gewinnen',

Es wäre also auch bei Grenzkontrollen zunächst nicht zu verhindern gewesen, dass der Täter sich absetzt. In zwei Tagen reist man, so man will ganz schön weit - sogar bis nach Italien. Insofern wieder eine Scheindebatte, die nur zu schärferen Kontrollen führen soll, die aber eben gar nichts gebracht haben würden, so die Strafverfolgungsbehörden dilettieren.

Was ich in dem Zusammenhang so interessant finde, ist dass er durch Frankreich nach Italien geflohen ist. Ein Land, in dem der Ausnahmezustand seit Charlie Hebdo zur Gewohnheit geworden ist.

Aber natürlich hilft ein Ausnahmezustand auch nichts, wenn

a) der Ausweis erst mit unglaublicher Verspätung gefunden wird* und
b) es keine europäische Gefährderdatei gibt, in der Amri sich ja unter der einen oder anderen seiner diversen Identitäten befinden müsste.

* Die Story mit den Mantrailerhunden, für die sie die Geruchsspur nicht verfälschen wollten, können sie übrigens der Putzfrau erzählen. Was wollen sie denn in einer Metropole mit Mantrailerhunden? Der steigt in die nächste U-Bahn, irgendwo wieder aus, und schon spätestens, wenn er eingestiegen ist, ist es vorbei mit der Geruchsspur. Wenn der Hund überhaupt in dem Geruchsgemisch einer Großstadt der Spur bis zur U-Bahn folgen kann.
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