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Bayerisches Abi zu schwer
#1
Weil ihr Abitur zu schwer sein soll: Bayerische Schüler starten Petition gegen Aufgaben

Zitat:War das Mathe-Abi in in Bayern in diesem Jahr zu schwer? So empfinden es zumindest tausende Schüler: Sie haben online eine Petition gestartet, um das bayerische Kultusministerium zu einer Überprüfung der Aufgaben und eine Anpassung der Benotung zu bewegen.

Mittlerweile wurde bereits über 30.000 Unterschriften gesammelt, hörte ich in den BR-Nachrichten.

Ich glaube, man wird da schnell reagieren. Vom Kumi wird noch heute eine Mail an die Schulleiter abgehen, die werden am Montag im Anschluss an den Unterricht eine Sitzung der Mathe-Erst- und Zweitkorrektoren anberaumen und sie entsprechend einschwören, im Sinne der Schüler natürlich.
Denn nachdem mittlerweile 1,5-er Notenschnitte und besser etwa 15 -20% der Abi-Notenschnitte ausmachen, darf man schon einen berechtigten Anspruch auf bessere Noten erwarten, gefälligst.
Zudem haben ja die Pennäler ja mittlerweile Lunte gerochen, was Demos angeht (FFF), und wer möchte schon, dass die 11- bis 19-jährigen dann auch noch am Montag während der Unterrichtszeit in den Innenstädten hüpfen und pfeifen?
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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#2
Eine Beschwerde, daß die ABI-Prüfungen in Mathematik zu schwer gewesen sei. Macht mich doch irgendwie sprachlos was es heute so alles gibt. Möglich wäre das früher sicherlich auch gewesen, aber auf den Gedanken ist wohl niemand gekommen.
Vielleicht solltem na mal überlegen ob das Abitur wirklich nich eine Reifeprüfung ist.
Wie geht es weiter?
Irgendwann werden auch die Petitionäre mal in einen Beruf kommen.
Kommen dann die nächsten Petitionen, daß die Anforderungen dort zu hoch seien?
Was bedeutende Geister entscheiden, braucht nicht begründet zu werden (J. Ratzinger noch als Kardinal)
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#3
War das Mathe-Abi zu schwer? Lehrerverband reagiert auf Petition

Also ich kenne etliche Mathelehrer, hab erst am Samstag einen davon in der Stadt getroffen und wir haben auch übers Abi gesprochen, und am Sonntag mit einem aus der Verwandschaft.
Tenor: Alles wie immer, das übliche Geheule und bzw. der übliche Frust, wie nach jedem Mathe-Abi. Der, mit dem ich am Sonntag gesprochen habe, hatte schon einen Teil der Arbeiten korrigiert und er meinte: Keine auffälligen Einbrüche, bisher normale Ergebnisse.

Jedoch:
Zitat:Die Aufgaben stellten aber offenbar auch eine Herausforderung für viele Mathelehrer dar, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. So hätten selbst diese keine einzige Aufgabe im Kopf rechnen können. Bisher war das teilweise immer möglich gewesen.

Außerdem sagte Frau Fleischmann (laut BR1) in bestem Schülerjargon, das Matheabitur sei diesmal "sauschwer" gewesen. 
Aha … Nachtigall, ick hör dir trapsen ...

Widerspruch dazu:
Zitat:Der Präsident des Deutschen Lehrerverbands sieht bisher keine Anzeichen dafür, dass die Aufgaben zu schwierig waren. "Im Internet lässt sich Erregung sehr schnell mobilisieren. Deshalb sollten wir abwarten", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Rhein-Neckar-Zeitung. Meidinger leitet ein Gymnasium im bayerischen Deggendorf und sagte: "Ohne dem endgültigen Bewertungsergebnis vorwegzugreifen: Die Tendenz zeigt für Bayern, die Notenresultate bewegen sich im durchschnittlichen Bereich der Abi-Prüfungen in Mathematik."

Und eine Mathelehrerin, die anonym bleiben will meinte:
Zitat:"Das Mathe-Abitur war in diesem Jahr sehr textlastig - und wir beobachten schon seit längerem, dass die Schüler immer größere Probleme mit dem Textverständnis haben", sagt sie.
Das ist aber nicht die erste Pennäler-Generation, die mit dem Textverständnis "größere Probleme" hat  Innocent

Ich schätze die Situation so ein: 
Die Schüler haben gemerkt, dass derzeit (FFF) der Wind für sie aus einer sehr günstigen Richtung bläst. Das will man nun ausnutzen.
Über 60.000 haben die Petition mittlerweile unterschrieben, 23.000 mehr als es heuer Abiturienten gibt. Auch das sagt uns was ...

Aber gut, ich bin zuversichtlich, dass man vor der geballten Schüler- und Elternschaft bzw. -macht einknickt. Welcher Schulleiter will schon, dass angesichts dieser inszenierten Entrüstungskampagne ein Abiturient wegen Mathe das Abi nicht schafft. Zumal das (freiwillige) mündliche Abi bietet da einige Möglichkeiten.

Wär aber auch fast egal, das Abi ist eh fast nichts mehr wert, wenn an die 20% der Abiturienten Abi-Schnitte von 1,5 und besser haben (und mittlerweile an die 40-45% der Schüler am Gymnasium sind). Solche Notenverteilungen gibt es sonst natürlich nicht bei Schulaufgaben, sondern nur bei gut vorbereiteten oder mehr oder weniger angesagten Exen.


PS: Die beschleunigte Entwertung des Abis begann bundesweit mit dem Aufkommen der Rankings. 
Alle wollen oben notiert sein, ob im internationalem, im nationalen oder im regionalen Vergleich der Schulen, und sollten mal 2 oder gar 3 von 60 Abiturienten durchfallen, dann zieht das nach derzeitigem mehrheitskonformen Verständnis einen ganz schlechten Ruf der Schule nach sich.
Da muss man dann was tun. Und da lässt sich auch einiges tun ...
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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#4
Ja, das Textverständnis, das wundert mich gar nicht. Da hapert es allgemein schwer. Und Zahlen und Text sind ja ohnehin wenig kompatibel. Zwinker 

Klar in einer Demokratie muss es möglich sein, dass man gegen zu schlechte Noten protestiert, auf die Straße geht, bessere erzwingt. (Vorsicht zumindest Sarkasmus).

Allerdings verstünde ich da noch eher einen Protest bayerischer Schüler wegen Benachteiligung gegenüber der Notengebung, bzw. der Schwierigkeitsgrade der Prüfungen in anderen Bundesländern.

Das mit den Rankings erinnert an die Bewertung der Pflegeheime.
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#5
Meinen Informationen zufolge war das diesjährige Matheabi verglichen zum letzten Jahr um einiges schwerer. Allerdings war das Abi letztes Jahr auch unmöglich einfach.Es war aber sicherlich eher ein schweres Abi, aber das darf es ja auch mal sein.
Ob man dann aber gleich Petitionen und Co starten muss ist was anderes.
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#6
(06.05.2019, 16:48)Der Seher schrieb: Meinen Informationen zufolge war das diesjährige Matheabi verglichen zum letzten Jahr um einiges schwerer. Allerdings war das Abi letztes Jahr auch unmöglich einfach.Es war aber  sicherlich eher ein schweres Abi, aber das darf es ja auch mal sein.
Ob man dann aber gleich Petitionen und Co starten muss ist was anderes.

Schwer und leicht sind doch relative Begriffe. Wer was kann für den ist alles leicht oder zumindest leichter.
Relevant scheint mir in diesem Zusammenhang eher ob die Aufgaben dem geforderten Kenntnisumfang entsprachen - und das scheint der Fall gewesen zu sein.
Lachhaft finde ich den Hinweis auf die Komplexität der Texte. Ein gewisses Textverständnis gehört doch wohl zu den Basics eines Abiturienten.
Was bedeutende Geister entscheiden, braucht nicht begründet zu werden (J. Ratzinger noch als Kardinal)
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#7
(06.05.2019, 17:17)UglyWinner schrieb: Schwer und leicht sind doch relative Begriffe. Wer was kann für den ist alles leicht oder zumindest leichter.
Relevant scheint mir in diesem Zusammenhang eher ob die Aufgaben dem geforderten Kenntnisumfang entsprachen - und das scheint der Fall gewesen zu sein.
Lachhaft finde ich den Hinweis auf die Komplexität der Texte. Ein gewissen Textverständnis gehört doch wohl zu den Basics eines Abiturienten.

Ist wohl nicht mehr so. 
Die unvermeidliche geistige Ermüdung, einsetzend bei bei mehr als drei Sätzen mit Fachbegriffen (daher der Name Textaufgabe) führt rasch zu Konfusion und dann zu Entrüstung und Unverständnis: "Was soll der Scheiß?"
Aber warum jetzt jammern?
Man wollte es so, aber nicht sooo. Wenn man die Anforderungen unter dem Druck der Rankings und der sich daraus ergebenden Vorgaben kontinuierlich senkt, dann kommt man dem Ziel, 50% der deutschen Schüler zum Abi zu führen, relativ schnell näher.

Nur zur Info!
Nach den Grundschulen spaltet sich die sogenannte Sekundarstufe auf in Hauptschulen/Mittelschulen, Realschulen, Gesamtschulen und Gymnasien.
In Deutschland gab es in 2017/18 (Quelle: de.statista.com, Zahlen gerundet)
15400 Grundschulen
3110 Gymnasien
2870 Förderschulen (früher Sonderschulen)
2340 Hauptschulen
2100 integrierte Gesamtschulen
1940 Realschulen
1860 Schularten mit mehreren Bildungsgängen
Lässt man mal die integrierten GS beiseite, so nehmen in der Standardgruppe "weiterführende Schulen", also Haupt-/Mittelschulen, Realschulen und Gymnasien, letztere 42% ein.
Zweitstärkste Schulart sind die Förderschulen.
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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#8
(06.05.2019, 17:39)Serge schrieb: Ist wohl nicht mehr so. 
Die unvermeidliche geistige Ermüdung bei mehr als zwei Sätzen mit Fachbegriffen führt rasch zu Konfusion und dann zu Entrüstung und Unverständnis: "Was soll der Scheiß?"

Der Fairness halber sollte man aber eigentlich nicht über Texte urteilen, die man nicht selbst gelesen hat. Wer sagt denn, dass die Aufgabenersteller noch sauber formulieren können. Wie oft hat man schon bei Rätselaufgaben (bei denen es natürlich um nix geht) erlebt, dass man sich fragt: wie ist das denn gemeint oder nach der Auflösung feststellen muss - dass das aber nicht entsprechend formuliert war.

Gut, die Wahrscheinlichkeit spricht nicht für diese Variante...
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#9
(06.05.2019, 17:50)Sophie schrieb: Der Fairness halber sollte man aber eigentlich nicht über Texte urteilen, die man nicht selbst gelesen hat. Wer sagt denn, dass die Aufgabenersteller noch sauber formulieren können. .......

Gut, die Wahrscheinlichkeit spricht nicht für diese Variante...

Ist dieses Teil des Textes?
Habe keinen eindeutigen Hinweis


If you tell the truth, you don't have to remember anything.
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#10
(06.05.2019, 17:50)Sophie schrieb: Der Fairness halber sollte man aber eigentlich nicht über Texte urteilen, die man nicht selbst gelesen hat. Wer sagt denn, dass die Aufgabenersteller noch sauber formulieren können. Wie oft hat man schon bei Rätselaufgaben (bei denen es natürlich um nix geht) erlebt, dass man sich fragt: wie ist das denn gemeint oder nach der Auflösung feststellen muss - dass das aber nicht entsprechend formuliert war.

Gut, die Wahrscheinlichkeit spricht nicht für diese Variante...

Bei Texten die im Zusammenhang mit Mathematik gehe ich davon aus, daß diese Texte auch von Mathematikern erstellt wurden. Also doch eine gewisse Logik beinhalten. Hätten allerdings Germanisten diese erstellt ... na ja.

Im übrigen sehe ich das wie die Vorposter auch so, daß die Kompetenz Texte zu verstehen seit ca. 20 Jahren, nur um einen Zeitraum zu nennen, abgenommen hat.

Die Gründe hierfür scheinen klar zu sein und wurden auch schon öfters thematisiert.
Was bedeutende Geister entscheiden, braucht nicht begründet zu werden (J. Ratzinger noch als Kardinal)
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