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Journalist erfindet jahrelang Storys
#1
Zitat:Der „Spiegel“ enthüllt Lügen des eigenen Reporters

Das haushohe Atrium des „Spiegel“-Hauses in Hamburg signalisiert: Das Nachrichtenmagazin begreift sich als Avantgarde des Journalismus. Entsprechend groß soll das Entsetzen gewesen sein, als der künftige Chefredakteur Steffen Klusmann am Mittwochmittag in ebendieser Eingangshalle den versammelten Journalisten eine Story enthüllte, die ein schwerer Schlag ist – für das Nachrichtenmagazin sowieso, aber auch für den Rest der deutschen Medienbranche. Denn es ging, kurz formuliert, um gefälschte Reportagen, um Fake News.

Quelle: https://www.handelsblatt.com/unternehmen...79000.html

Der Spiegel begriff sich seit der Übernahme von Augstein Junior auch nicht mehr als Nachrichtenmagazin, sondern als Sprachrohr für die ideologischen Vorstellungen von Augstein Junior. Sofern die Storys in dieses Schema passten und passen, war und ist der Wahrheitsgehalt zweitrangig. Seit Jahren verliert der Spiegel massiv Leser und musste Leute entlassen.

Martin
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#2
(20.12.2018, 07:30)Martin schrieb: Der Spiegel begriff sich seit der Übernahme von Augstein Junior auch nicht mehr als Nachrichtenmagazin, sondern als Sprachrohr für die ideologischen Vorstellungen von Augstein Junior. Sofern die Storys in dieses Schema passten und passen, war und ist der Wahrheitsgehalt zweitrangig. Seit Jahren verliert der Spiegel massiv Leser und musste Leute entlassen.

Martin

Deshalb ist es wichtig Originaldokumente zu lesen und sich alle Fakten und Zahlen anzuschauen. Wenn Zahlen in Artikel nicht in richtige Verhältnis gesetzt werden, sollte man misstrauisch werden.
Vegetarier essen keine Tiere, aber sie fressen ihnen das Futter weg.
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#3
(20.12.2018, 07:43)Bogdan schrieb: Deshalb ist es wichtig Originaldokumente zu lesen und sich alle Fakten und Zahlen anzuschauen. Wenn Zahlen in Artikel nicht in richtige Verhältnis gesetzt werden, sollte man misstrauisch werden.

Weshalb zitieren Sie an dieser Stelle den Spiegel, # 2478  ...
https://treffpunkt-koenigsplatz.de/showt...2#pid71782

Haben Sie die dort genannten OPEC-Angaben überprüft und kennen Sie die US-Energiebehörde,
die Aussage getroffen hat zur Schieferölproduktion?
Oder waren Ihnen die Zahlen schlüssig?

Bin ich gespannt, was Sie heraus finden.
Kleine Hilfe, Schieferöl = shale-oil

Noch eine Hinweis,
im Appalachian Basin *   wird mehr Naturgas gefördert als in irgend einem OPEC-Land.

* von dort kommt auch diese Musik, nur kleine Themaverfehlung (Alabama hat ´s nachgespielt...)

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#4
(20.12.2018, 10:14)messalina schrieb: Och schade, gibt es jetzt dann gar keine Rührgeschichten mehr von Flüchtlingen, die Geld finden und zur Polizei bringen, weil sie so gute Menschen sind? [Bild: nanu.gif] Dabei hätte so ein Geschichtlein echt wieder mal gut getan finde ich, gerade zu Weihnachten und nach den vielen Überfällen von denen.

Mahmoud Abdullah, Flüchtling aus Aleppo, hat ein leuchtend blaues Büchlein gefunden

Na, wo haben Sie denn dieses Geschichtlein von 2015 her? Ich weiß es. Yes Ihr Freund, der Führer der ID-Bewegung, hat es noch gestern Abend in einem 7.30 Minuten-Kommentar auf youtube gestellt. Er hat wohl den einzigen Artikel von Relotius, wo es um einen Flüchtling in Deutschland ging aus den über 50 Artikeln gefunden. Andere Beispiele nannte er nicht. 
Bei den über 500 Kommentaren darunter geht es auch nur überwiegend um diesen kleinen Artikel oder um Chemnitz. Die wenigsten werden die Reportagen von Relotius kennen und stürzen sich nun auf dieses Geschichtlein, nur weil es um einen Flüchtling geht.

LÜGENPRESSE! Endlich ist es bewiesen! Ich wußte es schon gestern Abend, das ist das schönste Weihnachtsgeschenk für die
rechten Lügenpresse-Schreier.

Nur ganz wenige Reportagen konnten bisher vom Spiegel nachrecherchiert werden bzw. wurden von Relotius selbst als rerfunden bezeichnet.  Dieses Geschichtlein ist wohl noch nicht dabei, aber vor allen Artikeln, die jemals von Relotius im Spiegel erschienen sind steht jetzt der Zusatz:

In eigener Sache: Die Berichterstattung von Claas Relotius steht nach SPIEGEL-Recherchen unter dem Verdacht weitgehender Fälschungen und Manipulationen durch den Autor. (mehr dazu hier: http://www.spiegel.de/relotius) Der SPIEGEL geht allen Hinweisen nach und lässt die Artikel bis zu einer weitgehenden Klärung der Vorwürfe unverändert im Archiv, auch um transparente Nachforschungen zu ermöglichen. Wir bitten um Hinweise an hinweise@spiegel.de

Bewiesen ist damit noch nicht, welche Artikel nun erfunden sind oder wo er was hinzu gedichtet hat. Durch den zunehmenden Erfolgsdruck ist er wohl erst später auf diesen unseriösen Pfad gelangt wie seine Kollegen vermuten.
Das ist sehr bedauerlich und muss natürlich voll aufgeklärt werden. Ich habe öfters Reportagen von ihm gelesen. Er ist ein guter Autor, aber er hätte besser Romanautor werden sollen....

Das wird dem Spiegel sehr schaden und er wird weitere Leser und Abonnenten verlieren. Jetzt alles aber in Frage zu stellen was sonst im Spiegel steht, auch von vielen allgemein zugänglichen Fakten gestützt, wäre total daneben.

Die haben viele Dokumentare und Faktenchecker angestellt, die eigenlich jeden Artikel prüfen. Nur ist das im Falle von Reportagen im Ausland, wenn nur ein Reporter unterwegs ist, schwer nachzuprüfen mit wem der in Syrien oder Arizona wirklich Interviews geführt hat.

Dass dies nun in den eigenen Reihen aufgedeckt wurde und der Spiegel auch selbst damit an die Öffentlichkeit gegangen ist, ist sicher von Vorteil. Sie werden bestimmt anders damit umgehen als ein gewisses Blättchen, das vor allem in früheren Jahren Menschen kaputt geschrieben hat oder in den Selbstmord getrieben haben soll.
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#5
(20.12.2018, 12:27)EvaLuna schrieb: Na, wo haben Sie denn dieses Geschichtlein von 2015 her? Ich weiß es. Yes Ihr Freund, der Führer der ID-Bewegung, hat es noch gestern Abend in einem 7.30 Minuten-Kommentar auf youtube gestellt. ......

Das nenne ich einen besonders aufklärenden Beitrag.

Ein Beitrag und Hinweis darauf, wie diese Giftschlange operiert.

Wie von mir schon mal behauptet, die handelt im Auftrag, auf den scheinheiligen smiley
mit züchtigem Augenaufschlag hat Sie ein Abo --  die Z J sind peanuts dagegen!

Sehr gut, dass Sie herausgefunden hat und Nutzen zieht
an Kondomen...(unheimlich aufschlussreiches Thema für die Öffentlichkeit hier)
Das Weib wird sich wenigstens nicht vermehren!
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#6
(20.12.2018, 13:38)messalina schrieb: Neinneinnein [Bild: nein1.gif] kalt, ganz kalt, den Link zum Rührgeschichtlein habe ich von achgut.com:

Der Fall Relotius: Es ist ein Stein ins Lügenmeer gefallen

Achja, etwas interessiert mich jetzt aber trotzdem, sind Sie vielleicht in Martin Sellners Verteiler? Oder sogar in der telegram-Elite?

PS: In den sozialen Netzwerken haben sie zu Relotius übrigens schon die Frage gestellt:

Ob er ein Einzelfall war? 

Auch die schreiben alle voneinander ab....
Nein, ich bin nicht im Verteiler von Sellner. War auch nicht schwer dazu was zu finden. Kommt schon auf der 1. Seite bei Tante Google.

Relotius ist bestimmt kein Einzelfall. Mal sehen, ob jetzt in diversen anderen Redaktionen mal gründlich durchgefegt wird.
Die ständigen Fake News der rechten Brüder und Schwestern, vor allem in den asozialen Medien, werden natürlich bleiben - und die fiesen Kommentare.

Unglaublich, dass auch relativ intelligente Menschen den Scheixx auf Anhieb glauben, was da so verbreitet wird.
Ich bekomme immer wieder Zuschriften und muss das dann wieder mühsam recherchieren. Devil 
Aber es nützt leider nix wie ich feststellen muss.
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#7
(20.12.2018, 13:48)messalina schrieb: Auch wenn Sie jetzt vielleicht total enttäuscht sind: wir haben schon einen Sohn, und der ist bald selbst im "vermehrfähigen" Alter (ich hoffe nur er fängt nicht zu früh damit an).

Der arme Kerl!
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#8
Die Freunde der freien Presse verspritzen ihr Gift. Clown Es handelt sich hier aber nicht nur um ein Problem des Spiegels, denn der Mann hat für viele Zeitungen geschrieben, u. a. für die NZZ (hallo Martin), die Welt, die Zeit und die FAZ.
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#9
(20.12.2018, 15:18)leopold schrieb: Die Freunde der freien Presse verspritzen ihr Gift. Clown Es handelt sich hier aber nicht nur um ein Problem des Spiegels, denn der Mann hat für viele Zeitungen geschrieben, u. a. für die NZZ (hallo Martin), die Welt, die Zeit und die FAZ.

Aber vor allem das des Spiegels. Beim ihm war "der Mann" seit 2017 fest angestellt, auch wegen seiner so authentisch wirkenden Märchenreportagen und seiner Preise.
Aber er fabulierte und log sicher nur in ganz guter Absicht  Clown.
Ein jüngerer geistiger Bruder des Monitor-Chefs Georg Restle, der vor knapp einem halben Jahr den "Neutralitätswahn" des Journalismus kritisierte und stattdessen seinen Kollegen einen "wertorientierten Journalismus" ans Herz legte.
Bei "Werten" ist das halt so eine Sache, sie sind moralisch und ethisch als gut befunden, aber keine Fakten, sondern subjektiv und individuell verschieden bis widersprüchlich. Die Versuchung ist groß, Fakten mit moralischen Werten zu vermischen oder sie ersteren unterzuordenen.

In der WiWo stand dazu ein guter Kommentar, den ich mir gespeichert habe:
Zitat:Und warum sind so viele Kollegen heutzutage, wenn die Sprache auf Trump und Gauland, auf Seehofer und Migranten kommt, keine Journalisten mehr, sondern Aktivisten? Was um Himmels willen bringt sie neuerdings dazu, dem „Neutralitätswahn“ entsagen zu wollen und einem „wertorientierten Journalismus“ das Wort zu reden, so „Monitor“-Chef Georg Restle? Was wollen sie uns mit dieser Phrase sagen?
„Wertorientierter Journalismus“ kann allein unter der Bedingung der Meinungsdiktatur als Norm formuliert werden – als Norm, der man als Journalist entsprechen oder die man als Journalist unterlaufen kann. Unter der Bedingung der Meinungsfreiheit in einer Demokratie ist „wertorientierter Journalismus“ nichts als ein unsinniger Pleonasmus: Schließlich darf ich als Journalist jederzeit sagen, meinen, schreiben, was ich will – gemäß meinen Wertvorstellungen oder auch nicht. Alle Versuche, den Journalismus mit einem Auftrag zu versehen, ihn in den Dienst einer „wehrhaften Demokratie“ zu nehmen, leiden an diesem logischen Denkfehler: Sobald ich das Gut der Pressefreiheit mit einem Attribut versehe („wertorientiert“), drohe ich auch schon, die Pressefreiheit zu begrenzen, sie zu beschädigen.
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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#10
(20.12.2018, 18:49)Serge schrieb: Aber vor allem das des Spiegels. Beim ihm war "der Mann" seit 2017 fest angestellt, auch wegen seiner so authentisch wirkenden Märchenreportagen und seiner Preise.
Aber er fabulierte und log sicher nur in ganz guter Absicht  Clown.
Ein jüngerer geistiger Bruder des Monitor-Chefs Georg Restle, der vor knapp einem halben Jahr den "Neutralitätswahn" des Journalismus kritisierte und stattdessen seinen Kollegen einen "wertorientierten Journalismus" ans Herz legte.
Bei "Werten" ist das halt so eine Sache, sie sind moralisch und ethisch als gut befunden, aber keine Fakten, sondern subjektiv und individuell verschieden bis widersprüchlich. Die Versuchung ist groß, Fakten mit moralischen Werten zu vermischen oder sie ersteren unterzuordenen.

In der WiWo stand dazu ein guter Kommentar, den ich mir gespeichert habe:

Ich finde es besonders apart, dass diejenigen, die sich über diesen Fall nun ganz besonders erregen, sonst allzu gerne bereit sind, jedes noch so abstruse Lügenmärchen dubioser Internetseiten zu glauben und weiterzuverbreiten. Bezeichnend ist ja, dass ausgerechnet der User, der sonst dem amerikanischen Lügenpräsident an den Lippen hängt, diesen Thread eröffnet hat. Rauch

Mir zeigt der Fall vor allem eines: Die Selbstreinigungskräfte der deutschen Medienlandschaft funktionieren bestens. Zu verhindern sein werden solche Fälle allerdings nie ganz.
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