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Im Juli der Bauer....
#1
Die Ökonomen drehen jetzt endgültig frei. 

Zitat:Vor dem geplanten „Dürregipfel“ von Bund und Ländern an diesem Dienstag fordert Bauernpräsident Joachim Rukwied finanzielle Unterstützung von Bund und Ländern in Höhe von einer Milliarde Euro. „Eine Milliarde wäre wünschenswert, um die Ausfälle auszugleichen“, sagte Rukwied den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Der erste Schritt dahin muss sein, dass der Notstand erklärt wird und so die gesetzliche Grundlage geschaffen wird. Im zweiten Schritt müssen Bund und Länder ein Budget zur Verfügung stellen“, erläuterte Rukwied die Forderung.

Quelle: Welt

Dass Bauern gerne und ständig jammern, war mir schon länger klar. Ich bin ja auf dem Land aufgewachsen.

Aber Missernten wurden nicht erst in diesem Jahr erfunden. Damit musste dieser Berufsstand immer schon leben. Beim Wein gibt es ja auch ausgezeichnete, gute, mittelmäßige und schlechte Jahrgänge. Das ist halt so, wenn man Ackerbau betreibt. Ich möcht's nicht machen, mir wäre das zu unsicher. Aber ich kenne es ganz gut von Verwandten, die Erdbeerplantagen haben. Da kann es auch passieren, dass die ganze Erdbeerernte im Matsch versinkt, weil es ausgerechnet in den sechs Wochen der Erbeerernte ständig regnet. Und dann kommt niemand und will Erdbeeren pflücken und die Erdbeeren verfaulen und verschimmeln auf den Feldern. Das ist eben in manchen Jahren so. Aber nicht in jedem Jahr, sonst würden Erdbeeren bei uns nicht mehr angebaut. Meistens klappt das mehr oder weniger gut, und darauf kommt es an, dass es meistens einigermaßen hinhaut. Totalverluste sind selten, aber sie kommen eben manchmal vor.

Diese Verwandten von mir mit den Erdbeerplantagen wollten sich irgendwann einmal auch unabhängiger von der Erdbeerernte machen und haben deshalb mit Tomaten aus dem Gewächshaus experimentiert. Im ersten Jahr war der Versuch überraschend erfolgreich. Im zweiten Jahr hat es dort heftig gehagelt. Und die Gewächshäuser waren aus Glas. Vor dem Hagel. Am nächsten Tag standen da nur noch die Metallgerippe und die Tomatenpflanzen waren alle tot. Sie haben das mit den Tomaten dann wieder aufgegeben.

Das muss man eben als Landwirt überbrücken können oder sich entsprechend dagegen versichern.

Aber von der Politik einfach kurzerhand zu "fordern", mal eben eine Milliarde rüberwachsen zu lassen und vorher den Notstand auszurufen, nur weil es ein bisschen warm ist im Sommer, das ist ziemlich dreist.

Aber ist natürlich klar, "eine Milliarde wäre wünschenswert". Wer wünschte sich nicht eine Milliarde?  

Jüngste Gerüchte, dem deutschen Volk stünde eine Hungersnot unmittelbar bevor, muss ich übrigens an dieser Stelle auf das Entschiedenste dementieren. Wir schaffen das.
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#2
6,5 Mrd wurden in Deutschland im Jahr 2017 als EU-Agarsubventionen ausgezahlt. In der EU waren es im Jahr 2017 58 Mrd. 

Hier ist ein Bericht über die Agarsubventionen in Deutschland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...10055.html

Definition von Subvention:

Hier ist die Definition von Subvention aus dem Wirtschaftlexikon Gabler.



Zitat:Subventionen aber sind ökonomisch schädlich, weil sie die Angebotsbedingungen auf Märkten verzerren, die Steuern in die Höhe treiben und das Wirtschaftswachstum schmälern; häufig erfüllen sie auch gar nicht ihren Zweck. Sie sind steuerrechtlich fragwürdig, weil sie zu Ungleichheit führen und zu mangelnder Transparenz. Einzelne Gruppen erhalten, womöglich aufgrund ihrer Macht oder ihrer Kontakte, finanzielle Vorteile, die die Allgemeinheit zu bezahlen hat.
Quelle

Niemand würde in Deutschland verhungern, wenn es keine Agarsubventionen gibt.
Schwaetzer-Bremse
Für alle Klugscheißer: Der Buchstabe Ä wird als Sonderzeichen nicht richtig dargestellt.
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#3
(31.07.2018, 07:32)Bogdan schrieb: 6,5 Mrd wurden in Deutschland im Jahr 2017 als EU-Agarsubventionen ausgezahlt. In der EU waren es im Jahr 2017 58 Mrd. 

Hier ist ein Bericht über die Agarsubventionen in Deutschland.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...10055.html

Definition von Subvention:

Hier ist die Definition von Subvention aus dem Wirtschaftlexikon Gabler.




Niemand würde in Deutschland verhungern, wenn es keine Agarsubventionen gibt.

Schon wieder da? W00t 
Na dann auf ein Neues  Thumbup
Die Wirklichkeit ist so schlimm, sie spottet jeder Beschreibung.
(Thomas Bernhard)
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#4
(31.07.2018, 07:32)Bogdan schrieb: Niemand würde in Deutschland verhungern, wenn es keine Agarsubventionen gibt.

Ergänzend dazu wäre noch anzumerken, dass "50 bis 70 % Ernteausfall" (läuft heute schon die ganze Zeit so im Radio) noch lange nicht bedeuten, dass die betroffenen Bauern auch 50 bis 70 % weniger Einkommen haben. 

Nach ernstzunehmenden Schätzungen besteht das Einkommen der Bauern im Schnitt ohnehin aus 45 bis 60 % Subventionen. Dieser Teil ist also sowieso alle Jahre wieder fix, und auf die einzelne Ernte kommt es gar nicht so großartig an, wie man uns derzeit glauben machen möchte.

Außerdem, wer als Bauer nicht schon seit Jahren ein paar seiner Wiesen in Solarparks umgewandelt hat, dem ist doch wohl sowieso nicht mehr zu helfen. So was ist bei diesem Wetter eine Goldgrube (übrigens auch massiv subventioniert vom Steuer- und Stromrechnungszahler). Das ist nämlich eine erfolgversprechende Taktik. Denn wenn es ein nicht so heißer Sommer ist, dann klappt das mit den Feldfrüchten gut, und wenn es so trocken und heiß ist wie jetzt, dann kann man Strom verkaufen.
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#5
F.:  Warum tragat d´ Baura am liabschta Gummistiefel?
A.:  Weil ´s für d´Schuahbendl koi Subvention geit.
Adler fangen keine Fliegen!
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#6
(31.07.2018, 07:32)Bogdan schrieb: blabla


Niemand würde in Deutschland verhungern, wenn es keine Agarsubventionen gibt.
Mit Kanonen auf Spatzen schiessen.

Kein Löwe in Namibia würde verhungern,
würde man diese Großwildtiere nicht im subventionierten Zoo klein halten und ihres natürlichen Lebensraumes berauben.

Ohne Mahd, Beweidung und Pflege würden Wiesen, Almen in kürzester Zeit verkrauten
von Büschen und Bäumen (zurück-)erobert und in Wald übergehen (Sukzession.) Kulturlandschaften gingen schnell verloren.

Weil in Wildblumenwiesen viel Arbeit und auch Leidenschaft steckt, werden jedes Jahr die „Wiesenmeister“ subventioniert, Agrarsubvention!
Das sind Bauern und Bäuerinnen, die mit Wissen und Leidenschaft wichtigen Kulturlandschaften pflegen.
Auch "unser" Lechschäfer pflegt mit seinen ca. 500 Schafen Stadtwald und Lechdämme. Es blüht dort an allen Ecken und Schmetterlinge schwirren,
weil diese Schafe in Fell und Klauen sowohl Samen verbreiten als auch die Wiesen düngen.
Adler fangen keine Fliegen!
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#7
"Unseren" Wanderschäfer habe ich mal gefragt, als er mit seiner Herde die Mühlhauser Str. überquerte, auf dem Weg zum Lech,
wieviele Schafe er habe und wie er diese zähle:

"I zähl d´Fias und teils durch vier!"

zack, Schtoderer;
es waren diese ca 500.
Adler fangen keine Fliegen!
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#8
Ja da schau her, der gute Mensch Habeck bekommt so richtig sein Fett ab.


Zitat:Der Bauernverband äußerte sich außerdem unzufrieden mit der Arbeit des scheidenden Landwirtschaftsministers Robert Habeck (Grüne). Man fühle sich „im Stich gelassen“, sagte Bauernverbandspräsident Werner Schwarz am Freitag. Habeck sei „nicht vor Ort und da hat das Fachministerium versagt“. Dem Grünen-Bundesvorsitzenden unterstellte er „reinen Populismus“: „Der Minister ist hier sechs Jahre Fachminister in Kiel gewesen und hat überhaupt nichts gelernt.“ – Quelle: https://www.shz.de/20550022 ©2018

"Reiner Populismus" wird da dem ehrenwerten Herrn Habeck vorgeworfen.
Das gibt's doch nicht!!! Die Grünen, zumal ihr Chef, und Populismus, das gibt's doch gar nicht!!!
Das manchen doch bloß immer die Populisten von Links und Rechts ...

PS: Ach ja, auf die Quellenangabe von Herrn Leopold bezüglich des Vorwurfes der unzufriedenen Mitarbeiter des BIM, ihr Chef Seehofer sei unmotiviert in seiner Arbeit, warten wir immer noch, gell Lil!?
Die Wirklichkeit ist so schlimm, sie spottet jeder Beschreibung.
(Thomas Bernhard)
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#9
(31.07.2018, 16:49)Serge schrieb: Ja da schau her, der gute Mensch Habeck bekommt so richtig sein Fett ab.
.../.....

PS: Ach ja, auf die Quellenangabe von Herrn Leopold bezüglich des Vorwurfes der unzufriedenen Mitarbeiter des BIM, ihr Chef Seehofer sei unmotiviert in seiner Arbeit, warten wir immer noch, gell Lil!?

claro!

Vermutlich kommt dann eine richtungsweisende Aussage, wie die eines Wiederholungsnewie,
dass "lediglich" die 1300 inhouse-Beschäftigten gemeint sind, die dem Bundesinnenminister mangelnde Arbeitsmoral vorwerfen.
Adler fangen keine Fliegen!
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#10
(31.07.2018, 16:49)Serge schrieb: PS: Ach ja, auf die Quellenangabe von Herrn Leopold bezüglich des Vorwurfes der unzufriedenen Mitarbeiter des BIM, ihr Chef Seehofer sei unmotiviert in seiner Arbeit, warten wir immer noch, gell Lil!?


Du und Herr Luegi vielleicht, wir nicht mehr.
结局很近。
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