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Giftgasanschlag aus Russland in Großbritannien
(10.10.2018, 15:49)leopold schrieb: Jetzt ist auch die Identität des zweiten Manns bekannt, der angeblich als Tourist nach England kam: Ein hochdekorierter Arzt in Diensten des russischen Geheimdienstes.

Ich weiß nicht, was mich mehr wundert: Die Dummheit solch einen Anschlag durchzuführen oder die Dummheit, sich so einfach dabei erwischen zu lassen. No

Bellingcat hat sich auf Vorfälle spezialisiert, bei denen sie glauben, dass es leicht sei, Russland und vor allem Putin als Schuldigen ausmachen zu können.
So bei Abschuss von MH17, den Giftgaseinsatz in Ost-Goutha und im Fall Skripal.
Regelmäßig ist dann das Ergebnis eine "höchstwahrscheinliche" Erkenntnis, aber nie ein Beweis, 
Schauen sie selbst unter dem Stichwort "Bellingcat" nach, auch unter Finanzierung, Kritik etc.
Auch im Fall des zweiten Beteiligten im Fall Skripal hält sich die Presse im Gegensatz zur Tagesschau, zu Heute und zu Ihnen zurück.
Man greift häufig zu Formulierungen wie "angeblich", "will identifitziert haben", "nach eigenen Angbaben" usw.
Im Deutschlandfunk heißt es ebenso lakonisch wie abschließend, wie in anderen Medien auch: " Die britische Polizei wollte den Bericht nicht kommentieren."
Dazu ein hochinteressanter Artikel in "Telepolis": 
Kaum belastendes Material gegen vermeintliche Skripal-Attentäter 
Zitat:Wenn auch die Bellingcat-Reportage von nahezu allen westlichen Medien - teilweise als Hauptnachricht - übernommen wurde, wurde davon abgesehen, sie als harte Fakten zu präsentieren. Der "Spiegel" titelt "Zweiter Verdächtiger im Skripal-Fall angeblich identifiziert", und bei der "Süddeutschen Zeitung" heißt es "Zweiter Verdächtiger soll russischer Militärarzt sein". Wieder einmal fällt die "Bild" aus der Rolle, indem sie per Schlagzeile meldet: "Skripal-Attentäter arbeitet für Russen-Geheimdienst".
Hingegen wurden die Informationen weder von der britischen Metropolitan Police noch von offiziellen politischen Stellen aufgegriffen. Angesichts der Finanzierungsquellen Bellingcats, zu denen auch das britische Außenministerium gehört, drängt sich der Schluss auf, dass es sich vornehmlich um eine Medienkampagne handelt. Trotzdem kann nicht ausgeschlossen werden, dass Petrow und Boschirow in dubiosem Auftrag tätig waren und ihre wahre Identität verbergen.

Wo anders las ich heute - leider kann ich es nicht mehr finden - dass Bellingcat den zweiten Verdächtigen mithilfe eine Gesichtserkennungssoftware ermittelt haben will, mit 90%-iger Wahrscheinlichkeit der Übereinstimmung. Als seriös - aber nicht ohne weitere verifizierende Recherchen - gelte allerdings eine Wahrscheinlichkeit der Übereinstimmung von mindestens 95%.
Wenn ich die beiden 15 Jahre auseinanderliegenden (eh schon sehr gewagt!) Fotos angeblich ein- und derselben Person ansehe, kann ich eine Ähnlichkeit feststellen, aber auch nicht mehr.

Der Artikel geht übrigens über die Problematik der Gesichtserkennung hinaus und weist auf weitere offene Fragen und Unstimmigkeiten hin, übrigens in durchaus sachlicher und ausgewogener Weise.

PS:Vielleicht sollten Sie diesen Artikel AUSNAHMSWEISE mal ganz und auch aufmerksam lesen.
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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In  der SZ steht, dass die Journalisten den Namen des Arztes bereits seit einigen Tagen kannten, aber noch vor Ort recherchieren wollten. Sie haben in seinem Heimatort Leute befragt die ihn kennen und sie waren sogar bei seiner Oma, die ihnen Bilder von der Ordensverleihung durch Putin zeigte. Die Oma ist jetzt übrigens "unbekannt verreist". Clown
Ihr Bedürfnis, Putin in Schutz zu nehmen, in allen Ehren, aber irgendwann sollte auch bei Ihnen mal wieder der Verstand einsetzen. Die Sache kann als aufgeklärt bezeichnet werden.

PS: Gesichtserkennung ist doch gar nicht mehr notwendig. Die zwei waren vor Wochen im russischen Fernsehen und haben ihre Touristengeschichte erzählt. Ein Oberst und ein Arzt des Geheimdienstes auf Reisen. Sachen gibt's.
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(10.10.2018, 17:37)leopold schrieb: In  der SZ steht, dass die Journalisten den Namen des Arztes bereits seit einigen Tagen kannten, aber noch vor Ort recherchieren wollten. Sie haben in seinem Heimatort Leute befragt die ihn kennen und sie waren sogar bei seiner Oma, die ihnen Bilder von der Ordensverleihung durch Putin zeigte. Die Oma ist jetzt übrigens "unbekannt verreist". Clown
Ihr Bedürfnis, Putin in Schutz zu nehmen, in allen Ehren, aber irgendwann sollte auch bei Ihnen mal wieder der Verstand einsetzen. Die Sache kann als aufgeklärt bezeichnet werden.

PS: Gesichtserkennung ist doch gar nicht mehr notwendig. Die zwei waren vor Wochen im russischen Fernsehen und haben ihre Touristengeschichte erzählt. Ein Oberst und ein Arzt des Geheimdienstes auf Reisen. Sachen gibt's.

Das meint die BILD auch.
Offensichtlich gibt es auch bei etlichen anderen Menschen und Presseorganen Zweifel.
Aber BILD und Herr Leopold ha en recht.

PS:
Ich bat Sie doch, mal AUSNAHMSWEISE den ganzen Artikel AUFMERKSAM zu lesen.
Die Frage bleibt doch, ob auf beiden Bildern der (spätere) Arzt abgebildet ist.
Und die Oma ist weg, weil ihr vielleicht der Medienrummel zuviel wurde. Solche Sachen gibt's.
Sie sind in Ihrer Bereitschaft zur naiven und unbedingten Gläubigkeit all dessen, was zum Schaden Russlands und Putins ist, keinen Deut besser als jeder dahergelaufene Verschwörungstheoretiker im Kopp-Verlag.
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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(10.10.2018, 19:06)Serge schrieb: Das meint die BILD auch.
Offensichtlich gibt es auch bei etlichen anderen Menschen und Presseorganen Zweifel.
Aber BILD und Herr Leopold haben recht.

Die SZ hat in ihrer heutigen Print-Ausgabe jedenfalls keinerlei Zweifel aufkommen lassen, dass die beiden Herren aus Russland identifiziert sind.  Beide waren unter falschem Namen zu einem Kurztrip in England und sie haben im russischen Fernsehen bezüglich ihrer Identität Märchen erzählt. Was sie in England getan haben, ist noch nicht letztlich geklärt, aber Fakt ist:  Zwei russische "Spezialisten" waren zum Zeitpunkt des Anschlags in der Nähe des Tatorts. Mir reicht das. Ich glaube nicht an Zufälle derartigen Ausmaßes.
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(10.10.2018, 20:14)leopold schrieb: Die SZ hat in ihrer heutigen Print-Ausgabe jedenfalls keinerlei Zweifel aufkommen lassen, dass die beiden Herren aus Russland identifiziert sind.  Beide waren unter falschem Namen zu einem Kurztrip in England und sie haben im russischen Fernsehen bezüglich ihrer Identität Märchen erzählt. Was sie in England getan haben, ist noch nicht letztlich geklärt, aber Fakt ist:  Zwei russische "Spezialisten" waren zum Zeitpunkt des Anschlags in der Nähe des Tatorts. Mir reicht das. Ich glaube nicht an Zufälle derartigen Ausmaßes.

Zum ersten Satz: 
Ist das wirklich so?
Warum häufen sich dann in den drei Thesen zu Beginn des Artikels Formulierungen wie "nach eigenen Angaben", "soll(en)"?
Zu den letzten, von mir gefetteten Sätzen fällt mir nur ein: Ja dann.
Der Tote war der Rechthaber unter den Linksabbiegern.



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