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AfD plant ihren Bundesparteitag in Augsburg
(03.07.2018, 10:03)Lueginsland schrieb: Ich komme "bytheway" vorbei, hast doch sicherlich immer zur Hand?
Wohnte in deiner Nachbarschaft ein Erwin, guter Tennisspieler, war ein toller Kumpel,
bis er kürzlich völlig überraschend den center court verlassen hat. Cry

Nein, zur Hand nicht. Aber ich könnte eventuell den Grundstoff des Medikaments besorgen. Da müsste ich mal die passenden Leute fragen. Aber ich mache so was für andere nur höchst ungern, obwohl es wohl ziemlich easy funktionieren würde. Aber ein Restrisiko ist da immer dabei. Und das gehe ich eigentlich nur für mich persönlich ein, wenn ich meine, dass es sein muss. Aber nie für andere.

Ich kann dir aber bei Bedarf die Adresse von einer Ärztin in Augsburg geben, die dir so gut wie alles verschreibt, was an Medikamenten zugelassen ist. Allerdings solltest du mit einem Geschwür oder einem offenen Beinbruch woanders hingehen. Sie hasst Skalpelle, kann auch nicht schienen und nähen und steht mehr auf Pillen und Tropfen. Du musst nur diese Adresse kennen, den Namen von dem Zeug wissen, und wogegen es dir angeblich hilft. Sonst nichts. Funktioniert garantiert. Die darf das nämlich offiziell, das wäre mir lieber.

Ich halte mich aus diesen Dingen lieber heraus. Ich hab einiges Böses mit angesehen, wenn Leute zu großzügig waren mit bewusstseinsverändernden Dingen. Spätestens der "Lolli" (so nannten wir ihn alle), der zwischen Untermeitingen und Langerringen mit seinem Mini-Cooper in eine Pilgergruppe gerast ist, und dabei im Dope- und Alkoholrausch sieben Leute (doch wirklich, sieben) totgefahren hat, die lediglich frühmorgens am Sonntag von Langerringen nach Andechs wandern wollten, hat mich einiges gelehrt. Aber dem hätte ich schon vorher sagen können, dass das kein gutes Ende nimmt mit ihm. Ich hab ihm sogar noch an diesem Abend vorher gesagt, er soll bitte heute und morgen nicht mehr fahren. Weil er ganz offensichtlich viel mehr als genug hatte, aber dennoch die feste Absicht, mit seinem Wagen nach Hause zu fahren. Wenn er mir nur zugehört hätte, der Idiot. Er glaubte zuerst, die Dinger, die über seine Motorhaube geflogen sind, wären Maispflanzen gewesen. Er dachte, er sei lediglich von diesem besseren Feldweg da abgekommen und versehentlich in ein Maisfeld geraten. Dass das Menschen waren, die er um- und totgefahren hat, fiel ihm erst nach so etwa einer Viertelstunde auf. Und dann brach er im Schock darüber sofort zusammen, als er endlich realisiert hatte, was er gerade angerichtet hatte, wollte sich umbringen (wozu er objektiv natürlich gar nicht mehr in der Lage war) und musste erst mal ins Kaufbeurer BKH auf die dortige Forensik gebracht werden. Der müsste aber inzwischen wieder aus dem Knast raus sein, das ging noch nach Jugendstrafrecht. Als mildernden Umstand machte sein Anwalt dann noch erfolgreich geltend, dass die Pilgergruppe auf der linken Straßenseite unterwegs war, was zwar für einen einzelnen Fußgänger vorgeschrieben ist, aber nach der StVO nicht für Gruppen gilt. Eine Gruppe von Fußgängern hat sich laut StVO am rechten Straßenrand zu bewegen, und vor ihr muss, wenn es dunkel ist, einer mit einer weißen Lampe und hinterher einer mit einer roten Lampe laufen. Und das hatten die nicht gemacht, weil das kaum einer weiß außer Rechtsanwälten, die sich auf Verkehrsrecht spezialisiert haben. So oft ist man ja auch nicht als Fußgängergruppe unterwegs, normalerweise. Also waren sie zu soundsoviel Prozent "mit schuld" daran, dass er zu betrunken und zugekifft war, um noch zu fahren. Als ob es darauf ankäme! Wenn irgendwo Fußgänger sind, dann fährt man die nicht mit dem Auto um. Punkt.

Ich mache mir heute noch Vorwürfe, dass ich ihm nicht damals mit Gewalt die Autoschlüssel abgenommen habe. Das hätte ich wohl tun können, aber dann hätte ich die ganze Meute gegen mich gehabt. Aber ich hätte es drauf ankommen lassen und notfalls die Polizei rufen müssen.

Ich hätte die Musik ausmachen müssen, und übers Mikro fragen, das natürlich auch außer zwei Plattenspielern und zwei Kassettenrecordern an der PA hing, ob jemand im Raum in der Lage ist, den Lolli nachher sicher nach Hause zu bringen. Es waren in dem Moment etwa 200 bis 250 Heranwachsende und Jugendliche da, die meisten von ihnen natürlich dort draußen motorisiert, und irgendwer wäre sicher dazu bereit gewesen. Ich konnte gerade nicht. Aber ich hätte die Musik ausmachen können und sie nicht mehr anmachen, bis jemand das tut. Das wäre das einzig richtige Vorgehen gewesen. Es tut mir leid, obwohl ich nichts dafür kann, eigentlich. Ich wollte nur zusammen mit ein paar anderen noch mehr Leuten Spaß bereiten, nichts weiter. Aber eine Security konnten wir uns eben nicht leisten, wir mussten alles selber machen und bezahlen.

Aber wer ruft schon mit 20 oder 22 Jahren gerne die Polizei zu einer Party in der Rieder-Ranch? Ich damals nicht, denn die Folge wäre gewesen, dass die Brauerei die Rieder-Ranch nicht mehr für Partys vermieten darf. In Schwabmünchen hatten sie gerade das Jugendzentrum geschlossen und in der gleichen Sitzung des Stadtrats ein neues Gewerbegebiet mit Kosten von 30 Millionen (D-Mark glaube ich noch) verabschiedet. Ein Jugendpfleger, halbtags, fürs Jugendzentrum hätte so ungefähr läppische 50.000 gekostet. Ich war dort anwesend, auf dieser Sitzung, wie so ungefähr das ganze Jugendzentrum, aber das änderte nichts, denn wir durften nichts sagen, weil nur einer von uns überhaupt wahlberechtigt war und der kein Rederecht in dieser Sitzung bekam. Die hockten da gemütlich beim Bier und mit Zigaretten zusammen und kungelten das schön in Ruhe aus, ohne berechtigte Interessen anderer überhaupt wahrnehmen zu wollen. Das hätte ja den öffentlichen Frieden gestört. Das war mein erster realer Eindruck von der Demokratie hier im Land. Und schon hatte ich genug davon. Das könnte man den Asylanten auch mal mitteilen, bevor sie glauben, das wäre hier alles paradiesisch. Wir spielen hier nicht "Wünsch dir was", das war mir schon in recht jungen Jahren klar.

Das war mir damals wichtiger, dass uns wenigstens noch die Rieder-Ranch erhalten bleibt, wo man für wenig Geld so richtig einen draufmachen konnte, und das nagt heute noch dann und wann an mir. Ich hätte es verhindern können und müssen damals. Weil ich ganz einfach 20 Zentimeter größer, 20 Kilo schwerer und weitaus nüchterner war als der Lolli und ich genau gesehen habe, was der vorhat. Und auch, dass das zu keinem guten Ergebnis führen konnte. Allerdings konnte ich mir nicht ausmalen, wie schrecklich das ausgehen würde, denn ich rechnete ja in dem Moment auch nicht damit, dass um vier Uhr morgens eine Gruppe von Fußgängern ausgerechnet auf diesem geteerten Feldweg, der nicht ausgeschildert ist und den nur Einheimische kennen, unterwegs ins Kloster Andechs war. Das lag für mich damals außerhalb der Welt des Begreif- und Vorstellbaren, warum man so etwas tun sollte. Denn das war ein sogenannter "Promilleweg". Wer länger dort wohnte, kannte den eigentlich und wusste, dass man dort vorsichtig sein muss, vor allem in der Nacht. So was ähnliches gibt oder gab es auch von der Großaitinger Bahnhofswirtschaft aus (da beim Quieta-Tierfutterwerk, wenn's die Wirtschaft und das Tierfutter noch gibt) nach Graben. Ein einspuriger Weg quer über die Felder, nicht ausgeschildert und auch nicht durchgehend asphaltiert. Gerade breit genug, dass man mit einem Traktor oder Auto dort fahren kann. Es darf aber nichts und niemand entgegenkommen, sonst wird es eng. Dass man dort nachts vorsichtig sein sollte, war eigentlich allgemein bekannt bei den dort schon länger Ansässigen. Da kamen Autos sehr gerne mal nachts ohne Licht daher. Aus Gründen, natürlich. Und die hatte man natürlich nicht gesehen, wenn jemand in Grün einen danach fragte. Im Zweifel war man gerade dringend beim Pinkeln und schaute deshalb in die andere Richtung und es tat einem ganz schrecklich leid, dass man da der Staatsmacht partout nicht weiterhelfen konnte. Gebüsch gibt es ja dort keines und Bäume auch nicht. Das war Ehrensache, es könnte ja der Nachbar (dort auch "dr Noochbaur" genannt) gewesen sein. Aber mit total Zugeknallten rechnete man auch dort natürlich nicht, nur mit Leuten, die ein Bierchen oder zwei zu viel getrunken hatten, und die sich deshalb bewusst aus dem allgemeinen Straßenverkehr herausgenommen haben und auf Schleichwegen nach Hause fahren, wo sonst keiner unterwegs ist.
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