Dieses Forum nutzt Cookies
Dieses Forum verwendet Cookies, um deine Login-Informationen zu speichern, wenn du registriert bist, und deinen letzten Besuch, wenn du es nicht bist. Cookies sind kleine Textdokumente, die auf deinem Computer gespeichert sind; Die von diesem Forum gesetzten Cookies düfen nur auf dieser Website verwendet werden und stellen kein Sicherheitsrisiko dar. Cookies auf diesem Forum speichern auch die spezifischen Themen, die du gelesen hast und wann du zum letzten Mal gelesen hast. Bitte bestätige, ob du diese Cookies akzeptierst oder ablehnst.

Ein Cookie wird in deinem Browser unabhängig von der Wahl gespeichert, um zu verhindern, dass dir diese Frage erneut gestellt wird. Du kannst deine Cookie-Einstellungen jederzeit über den Link in der Fußzeile ändern.

Literaturvorschläge
#1
Thomas Asbridge  Der größte aller Ritter  Stuttgart  2015
Der Autor eines Standardwerkes über die Kreuzzüge ( 2010 ) beschreibt in gewohnt präziser Weise das Leben des Guillaume le Maréchal ( um 1147 bis 1219 ), auch genannt William Marshal. Geschildert wird die Geburt der Ritterklasse und die Kultur und Lebensart der ritterlichen Welt in Mittel-, West- und Teilen Osteuropas.
Bestechend die Bibliographie und die zahlreichen erklärenden und weiterführenden Anmerkungen. Daher auch für den interessierten Laien gut lesbar.
€ 29.95
Μολών λαβέ!
Zitieren
#2
Danke für den Tipp. :thumbup1:

Leider ist das Buch in der Stadtbücherei Augsburg nicht vorhanden und an der Uni Augsburg bis Jan. 2017 verliehen.

Es ist übrigens ein guter Service, dass man als Ortsleser Bücher ausleihen kann, ohne Student bzw. bei der Uni beschäftigt sein zu müssen.
Zitieren
#3
Hier noch eine ausführliche Beschreibung des Buches.

http://www.ndr.de/kultur/buch/tipps/Thom...er102.html
Zitieren
#4
Sebastian Fleming  Byzanz Bergisch Gladbach   2013 

Istanbul, das alte Byzanz, ist 1421 die prachtvollste Stadt Europas. Doch der Glanz trügt. Im Inneren drohen Korruption und Intrigen die Stadt zu zerstören. Von außen rücken die türkischen Eroberungsheere unaufhaltsam näher. Soweit der Verlag.

Wer sich nicht daran stört, dass der Verfasser bisweilen Abstürze vollzieht, nämlich Platitüden, Attributionsfehler und sprachliche Schnitzer bringt, bis dahin, dass er seinen Figuren Gedanken von Menschen des 20. und 21. Jahrhundert in den Mund legt, wird ein ungetrübtes Vergnügen finden. Trotz allem, ein gut recherchiertes, spannend geschriebenes Buch, das ich ( fast ) auf einen Zug durchlas. 



mittlerweile als TB € 9.99
und als e-book € 8.49
Μολών λαβέ!
Zitieren
#5
(23.09.2016, 07:10)TomTinte schrieb: Danke für den Tipp. :thumbup1:

Leider ist das Buch in der Stadtbücherei Augsburg nicht vorhanden und an der Uni Augsburg bis Jan. 2017 verliehen.

Es ist übrigens ein guter Service, dass man als Ortsleser Bücher ausleihen kann, ohne Student bzw. bei der Uni beschäftigt sein zu müssen.

Gern geschehen!
Bis Januar ´17 ist es eine lange Zeit! Allerdings ist es eine tolle Einrichtung, dass Ihre UB frei zugänglich ist!
Unsere kommunale Bücherei gibt den Mitgliedern die Möglichkeit, hierüber digitale Bücher auszuleihen. Das ist insofern eine gute Sache, weil es da Titel gibt, die die besagte Bibliothek nicht vorrätig hat ...und sie ist rund um die Uhr erreichbar!
Μολών λαβέ!
Zitieren
#6
Ich hätte auch einen Tipp auf Lager.

Auf den ersten Blick fällt er natürlich ab, gegenüber dem, was da oben schon geboten wurde.

Es ist lediglich Unterhaltungsliteratur.

Aber ziemlich gute.

Und zwar nämlich

Stephen King - Der Anschlag

Die Prämisse im Roman ist: Was würde denn eigentlich passieren, wenn man einfach so in der Zeit zurückreisen könnte, um das tödliche Attentat auf John F. Kennedy zu verhindern? Was wäre gewesen, wenn der Mann nicht erschossen worden wäre, damals in seinem Auto? Und (vermutlich) von Lee Harvey Oswald, dem klassischen "verwirrten Einzeltäter". (Aber an der Stelle bin ich mir dann echt nicht mehr sicher über die tatsächliche historische Wahrheit.)

Ihr wisst allerdings alle bestimmt, was ich mit dem Kennedy-Attentat meine. Das genügt auch zum Verständnis des Posts.

Ich spoilere jetzt ein bisschen, aber eigentlich nicht richtig. Ich verrate nur so viel: Die Geschichte geht gar nicht gut aus, sondern ziemlich fies und böse und schlimm, und zwar obwohl, oder gerade weil darin das Attentat auf JFK durch den in der Zeit zurückgereisten Protagonisten erfolgreich verhindert wird.
 
Wirklich lesenswert, unterhaltsam, und hochspannend, bis zum Ende. Und das ist ein ziemlich dickes Buch, mit fast 1000 Seiten. Aber eben auch nicht ganz so anspruchsvoll, wie das Material da oben. Belletristik, "Unterhaltungsliteratur", halt nur, aber eben ziemlich gute.

Der King hat sowas einfach drauf. Diese Sorte von Literatur. (Jetzt wieder. Er hatte zwischendurch mal eine Phase, eine "Schreibschwäche" oder so was, in der ein schlechtes Buch von ihm nach dem anderen erschien. Aber die ist inzwischen vorbei. Der schreibt inzwischen wieder richtig gut.)

5 belletristische Sternchen von 5. *****
Zitieren
#7
Ein recht spannender Thriller, den ich gestern fertiggelesen habe:

Jennifer McMahon - Das 5. Opfer

Zunächst einmal ist das die Geschichte einer ziemlich kaputten Familie.

Der Roman beschreibt über einen Zeitraum von etwa 30 Jahren hinweg das Heranwachsen der Protagonistin Reggie im Haushalt ihrer Mutter Vera, einem schon in Reggies früher Jugend gealterten und ehemaligen "Starlet" (deren einzige Leistung auf diesem Gebiet aber tatsächlich darin bestand, in einer einzigen Zeitschriftenwerbung für eine Hautcreme zu erscheinen, und die, wie sich im Verlauf der Handlung herausstellt, in Wirklichkeit ein echtes Flittchen und auch eine Prostituierte war), deren Schwester (also Reggies Tante) und deren Lebensfährten.

Gleichzeitig ist in der Kleinstadt, in der der Roman spielt, um 1980 herum ein Serienkiller aktiv, der Frauen entführt, ihnen die rechte Hand amputiert, die Hände in Milchtüten verpackt und sie dann vor dem Polizeirevier abstellt, die Frauen dann noch einige Tage gefangen hält, ihnen zum Abschluss Hummer serviert und sie dann umbringt.

Am Ende der Aktivitäten des Killers in den 1980er Jahren verschwindet auch Reggies Mutter Vera spurlos mit einem Unbekannten, von dem sie mit dem Auto aus einem Restaurant abgeholt wird. Wenig später taucht ihre rechte Hand in einer Milchtüte vor dem Polizeirevier auf, aber ihre Leiche wird nie gefunden.

Nach diesem vierten Opfer stellt der Serienkiller seine Aktivitäten aus unbekannten Gründen ein und wird nie gefasst. Vera bleibt verschwunden.

Als die totgeglaubte Vera um 2010 herum überraschend in einem Obdachlosenasyl wieder auftaucht, inzwischen geistig völlig verwirrt und tödlich an Krebs erkrankt, wird sie von Reggie und ihrer Tante nach Hause geholt. Aufgrund iher Verwirrtheit kann sie aber nichts über ihren Verbleib während der langen Zeit sagen.

Kurz darauf wird Reggies Jugendfreundin Tara, eine Borderlinerin, die sich mit Rasierklingen schneidet und mit Feuerzeugen Narben in die Haut brennt, entführt. Am nächsten Tag wird Taras rechte Hand in einer Milchtüte auf der Treppe vor der örtlichen Polizeiwache gefunden.

Der Serienkiller ist also offenbar Jahrzehnte später wieder aktiv geworden, weil Reggies Mutter wieder aufgetaucht ist. Oder ein Nachahmungstäter... Und die Zeit läuft ab, denn nach dem damaligen Tatmuster wird das Entführungsopfer einige Tage, nachdem seine amputierte rechte Hand gefunden wurde, getötet.

Positiv:

- Die Spannung wird bis zum letzten Moment aufrecht erhalten. Und sie steigert sich fortwährend.
- Die Figuren sind hervorragend herausgearbeitet, auch die der Borderlinerin Tara.
- Die falschen Fährten, auf die die Protagonistin und mit ihr der Leser gelockt werden, sind überzeugend. Und wenn sie sich als falsch herausstellen, ist das nicht der "deus ex machina". Der Roman ist also sehr stringent und folgerichtig aufgebaut.
- Die Lösung ist tatsächlich überraschend und dann aber auch überzeugend.

Negativ:

- Die Erzählung springt fortwährend in der Zeit vor und zurück. Diese "Schnitt"-Technik mag zwar "Cliffhanger" begünstigen, vielleicht sogar ermöglichen, aber sie tut in diesem Fall dem Spannungsbogen insgesamt nicht gut.  
Es gibt Romane wie Stephen Kings "Es", in denen diese Technik sehr gut funktioniert. Aber dort liegt es am Plot. Die Geschichte in "Es" wiederholt sich tatsächlich, mit den selben Personen, Jahrzehnte später und nur leicht verändert. Deshalb tut sich King in "Es" leicht, mitten im Satz 30 Jahre vor oder zurück zu springen.
Der Plot in "Das 5. Opfer" ist aber eine kontinuierliche Entwicklung, und in diesem Zusammenhang wirkt die Technik störend. Der Überblick ist zwar gegeben, weil jedes Kapitel am Anfang datiert ist, aber eigentlich gehörte der Roman in seine Kapitel auseinandergenommen und in drei chronologisch aufeinanderfolgenden Teilen neu zusammengesetzt.
Übrigens hat man bei Kings "Es" nie den Eindruck, dass er diese Technik benutzt, um beim Leser bewusst einen Cliffhanger zu erzeugen. Bei ihm wirkt es eher beiläufig, zufällig und "ganz natürlich", dass jetzt die Zeit um 30 Jahre springt. Bei McMahon ist es zweifellos Kalkül.

Daher: Nur **** (von 5)

Aber wenn jemand Langeweile und nichts gegen ein bisschen Blut hat: Für nur 3,99 € kann man sich die Langeweile mit diesem Buch sehr gut für einige Zeit vertreiben.

(P.S.: Ärgerlich sind allerdings die vielen Rechtschreibfehler im Satz, die zum Ende hin merklich zunehmen. Der Satz hat auf den letzten Seiten höchstens "Groschen- oder Heftchenromanqualität", vielleicht nicht einmal das. Der Setzer hat wohl zunehmend unter Zeitnot gelitten. Die "Weltbild"-Sonderausgaben hatten vor der Insolvenz eine bessere Qualität in dieser Hinsicht. Da gab's nichts zu meckern. Sonst gibt es allerdings für knapp 4 € nichts auszusetzen an der technischen Machart des Taschenbuchs. Ich hab schon viel schlimmer gemachte gelesen. Aus dem Heyne-Verlag und dem Bastei-Lübbe-Verlag vor allem. Die von Bastei-Lübbe waren die schlimmsten. Romane mit knapp 1.000 Seiten, die schon nach 400 anfangen, auseinanderzufallen, und man muss dann den Ponal aus dem Keller holen...)
Zitieren
#8
Gisbert Haefs Und oben sitzt ein Rabe Zürich 1983

Ein Muss für jeden Krimiliebhaber. Im Bonn der 80er jagt das ebenso faule wie verfressene, fette und sarkastische Genie Matzbach einen Mörder. Er bezeicnet sich selbst als Universaldilettanten. Haefs sagte in einem Interview über seinen Protagonisten : " Viele Leute, mit denen ich damals zu tun hatte, waren jung, schlank, blond, dynamisch, braungebrannt und progressiv, also zum Kotzen; ihre heutigen Inkarnationen sind politisch korrekte Gutmenschen und Antiraucher. Matzbach war eine Art Gegenentwurf - ".
Leider gelingt es Haefs nicht, in den folgenden Matzbach-Romanen dieses Tempo durchzuhalten, dennoch sorgen auch sie für ein pyramidales Lesevergnügen .... 
Μολών λαβέ!
Zitieren
#9
P.S.:
Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass jedes Mitglied herzlichst eingeladen ist, hier mitzuwirken!
Μολών λαβέ!
Zitieren
#10
(05.10.2016, 08:18)Athineos schrieb: P.S.:
Aus gegebenem Anlass möchte ich darauf hinweisen, dass jedes Mitglied herzlichst eingeladen ist, hier mitzuwirken!

Ich bin zwar neu hier, sage aber DANKE für die nette Einladung.
Mein Buchtipp wäre der zeitlose KNIGGE, damit das hier ein nettes Forum ist und kein virtueller "Saustall" .
Zitieren


Möglicherweise verwandte Themen...
Thema Verfasser Antworten Ansichten Letzter Beitrag
  Neuerscheinungen Athineos 51 7.283 15.07.2018, 19:07
Letzter Beitrag: PuK
  Peter Härtling ist tot. Serge 0 276 10.07.2017, 18:41
Letzter Beitrag: Serge
  Udes Buch forest 0 280 05.07.2017, 07:08
Letzter Beitrag: forest

Gehe zu:


Benutzer, die gerade dieses Thema anschauen: 1 Gast/Gäste