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Fukushima der Finanzindustrie
#1
Zitat:Am 15. September 2008 war Lehman-Brothers, die damals viertgrößte Investmentbank der Welt, am Ende. Ihre Pleite mit Schulden von 613 Milliarden Dollar (528 Milliarden Euro) war das Fukushima der Finanzindustrie. Die Banken mit ihren „modernen“ Finanzinstrumenten hatten ihre Unschuld verloren.

Noch heute wirken die Beträge gigantisch. Allein 2006, dem letzten Jahr vor dem Beginn der finanziellen Kernschmelze, hatten in erster Linie amerikanische Banken an unsichere Schuldner Wohnhypotheken von 450 Milliarden Dollar vergeben. Verpackt in handelbare Wertpapiere fanden sie ihren Weg zu Banken und großen Anlegern rund um den Globus.

...das zentrale Problem: Ehrgeiz, Geldgier und hemmungsloses Management sind verwerflich, aber kaum justiziabel.

Im Fall der großen Geldhäuser spielten auch deren verwirrende Geschäftsmodelle und Strukturen eine Rolle. Sie ließen lange Gerichtsverfahren mit ungewissem Ausgang erwarten, vor allem dann, wenn es einzelnen Managern an den Kragen gehen sollte. Da war es für viele Staatsanwälte und Behörden verführerisch, den einzelnen Banken hohe Geldsummen abzupressen. Die wiederum – oftmals unter neuem Management stehend – neigten dazu, rasch reinen Tisch zu machen. Es war ja nicht ihr eigenes Geld, das gezahlt werden musste.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/eu...69476.html

Immer der gleiche Trick - die Sache kompliziert machen, damit die Justiz sich totläuft und ermattet aufgibt.
Bei öffentlichen Banken nicht weniger, zudem stecken Politiker in den Verwaltungsräten, deren Parteigenossen Justizminister und gegenüber der Staatsanwaltschaft weisungsbefugt sind.
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#2
Leider wurden keine Lehren aus der Finanzkrise gezogen. Trump will die wenigen Maßnahmen, die getroffen wurden, sogar zurückdrehen.
Bestimmte Geschäfte im Finanzsektor bzw. an den Börsen gehören schlichtweg verboten.
Auch würde die Finanzierung von Investionen nicht zusammen brechen, wenn Finanzgeschäfte besteuert werden.

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#3
(04.09.2018, 10:22)Bogdan schrieb: Auch würde die Finanzierung von Investionen nicht zusammen brechen, wenn Finanzgeschäfte besteuert werden.

Und warum soll man sie dann besteuern, wenn sich doch nichts ändert? [Bild: blink.gif]
Die sollen einfach wieder heimgehen.
Warnung: Dieser Account kann Spuren von Kindermund enthalten.

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#4
(04.09.2018, 10:33)messalina schrieb: Und warum soll man sie dann besteuern, wenn sich doch nichts ändert? [Bild: blink.gif]

Bestimmte sehr risikoreiche Finanzgeschäfte, wo jede Wette im Wettbüro seriöser ist, würden wegfallen.

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#5
Bezüglich Finanzkontrolle - sei es durch die Finanzaufsicht oder die Staatsanwaltschaft - fallen mir die Vorgänge um Mollath und die BayernLB konkret ein, dann noch die cum/ex-Geschäfte. Die US-Derivate hätten verboten gehört, aber sage das mal einem Ami und dann den weltweiten Provisionsrittern. Die haben ohne Rücksicht auf Verluste abgesahnt.

Bei der Finanzkontrolle ist es wohl ähnlich wie bei der Datensicherheit. Die Missetäter sind immer einen Schritt voraus (offshore) und wenn etwas auffliegt, sind die Kinder schon in den Brunnen gefallen. Zudem ist es zumindest hierzulande gängig, daß die Finanzlobby bei der zuständigen Gesetzgebung eingebunden ist. Da ist es fast logisch, daß bei der Ausarbeitung der Gesetze schon die Lücken eingebaut sind, die hinterher ausgeweidet werden.
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#6
Hier ist ein Bericht des ZDF über die Finanzkrise. Dieser wurde leider sehr spät ausgestrahlt. So ein Bericht gehört 20.15 Uhr ins das Programm.
Die nächste Finanzkrise wird kommen. Die Frage ist nicht ob sondern wann.

Geheimakte Finanzkrise

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