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Dieter Hanitzsch zeichnet ab sofort bei der Abendzeitung
#1
Bei der SZ darf er ja nicht mehr. 

Quelle: Kress-News
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#2
https://treffpunkt-koenigsplatz.de/showt...5#pid60905

Innocent
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#3
(08.07.2018, 16:43)forest schrieb: https://treffpunkt-koenigsplatz.de/showt...5#pid60905

Innocent
Ja. Ich wusste, dass wir das irgendwo schon mal hatten. 

Aber das ist doch jetzt eine neue Phase bei ihm, oder nicht? Wahrscheinlich die letzte. Hat er sich nicht einen neuen Thread verdient dafür, dass er mit 85 nochmal woanders anfängt?

Man sollte sowieso eine Abteilung für Metadiskussionen über die Presse einrichten hier. Dann ließe sich das alles viel besser trennen, was uns so beeinflusst. Medien, Politik, Wirtschaft usw. Die Presse fehlt in dieser genannten Struktur und auch in der des Forums, aber sie hat einen ganz wesentlichen Einfluss auf jeden von uns, dem man sich nur sehr schwer entziehen kann.
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#4
(08.07.2018, 16:46)PuK schrieb: ... sie hat einen ganz wesentlichen Einfluss auf jeden von uns, dem man sich nur sehr schwer entziehen kann.

Stimmt. Blick in den Spiegel:

   

http://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoo...907-3.html
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#5
(08.07.2018, 17:26)forest schrieb: Stimmt. Blick in den Spiegel:

http://www.spiegel.de/fotostrecke/cartoo...907-3.html

Ja, das Werk habe ich bei SPON auch gesehen. Aber so witzig und neu ist es auch wieder nicht. Prinzipiell läuft sowas unter dem "Morphing" von Bildern. Dass man also zwei Bilder über mehrere "Zwischenstadien" verschmilzt. Funktioniert inzwischen auch mit Fotos und sogar bewegten Bildern und war in den späten 90ern und angehenden 2000ern der letzte Schrei. In diesem Fall eben mit Karikaturen, da ist das auch wesentlich einfacher als bei Fotos. 

Die Frage, die sich mir vielmehr stellt, ist folgende. 

Die SZ war mal gut, zweifellos. Ist aber schon lange her. Ich hatte schon als Jugendlicher dafür plädiert, doch die AZ abzubestellen und dafür die SZ zu abonnieren. Aber die SZ war um die Hälfte teurer und vor allem hatte sie kein kostenloses Fernsehprogramm und keine (Trommelwirbel) Todesanzeigen aus der Umgebung. Und außerdem (das ewige Mantra meiner Jugend) "bauen wir gerade ein Haus und haben kein Geld für so was". Wir hatten angeblich nie Geld für irgendwas, was ich haben wollte. Ich wüsste aber auch heute leider nicht mehr, was an der SZ noch besser sein soll als bei der AZ. Alles die gleiche Pampe. Und ob man nicht inzwischen aus zwei Gründen die Abendzeitung kaufen sollte. Weil sie inzwischen besser und gleichzeitig billiger ist. 

Man hätte ja die SZ so lassen können wie sie ist als Redaktion, und sie mit dem Fernsehprogramm und mit Regionalausgaben, die dann auch Todesanzeigen aus der Umgebung beinhalten, aufmotzen können. Denn die Leute wollen das lesen, wenigstens die meisten älteren. Aber sie wollen auch Nachrichten aus Bayern, Deutschland und aller Welt, Kommentare und politische Karikaturen zum Frühstück. Und wie gesagt, ganz wichtig ist das Fernsehprogramm. Damit sie morgens schon wissen, was sie abends tun. Das vermittelt ihnen so eine Art Scheinsicherheit, denn in Wirklichkeit ist das Leben voller Überraschungen und man kann nie morgens wissen, was man abends tun wird. Möglicherweise ist man tot bis dahin. Und dann gibt man ihnen entweder, was sie wollen, aus einer Hand. Sonst müssen sie alles einzeln und im Ganzen teurer einkaufen. Sonst man verschwindet langfristig, ganz langsam. Das schäbige Fallenlassen von Hanitzsch war lediglich ein weiterer Nagel im Sarg der SZ. So geht es nicht, und das verstehen sie nicht in München.

Ich weiß, dass das schwierig ist. Die Abendzeitung hat ja in Augsburg auch versucht, was in München schon mal geklappt hatte. Aber in München ging es, und in Augsburg nicht. Vermutlich, weil man zu deutlich merkte, dass es eben nur eine regional aufgemotzte Sonderausgabe einer eigentlich überregionalen Zeitung war. Vielleicht sogar einer Münchner Zeitung. Warum sollten die Leute so was lesen, wenn es maßgeschneiderte Angebote für sie gibt? 

Aber die Zeichnungen von Hanitzsch wären ein Grund, sich das zu überlegen.

Früher waren die Zeiten andere. Sie haben sogar Sport in die Zeitung genommen, obwohl es global, regional und lokal gesehen völlig egal ist, ob jemand die 100 Meter in 9,8 oder 9,7 Sekunden läuft. Bei spätestens 8 Sekunden ist ohnehin die Grenze des Menschenmöglichen erreicht (schätze ich mal, aber irgendwo da muss die nicht überschreitbare Grenze sein, zwischen 8,5 und 8 Sekunden). Man kann sich also nur asymptotisch an die absolute Grenze herantasten beim Sport. Und alles, was man so erreichen kann, ist eh viel zu langsam heutzutage. Oder wie es völlig egal ist, ob der FC Bayern gegen 1860 München 4:1 oder 3:1 spielt. Aber irgendwann haben sie das trotzdem in die Zeitungen genommen (und zwar praktisch alle Zeitungen, sogar in der taz gibt es einen Sportteil), weil es die Leute aus irgendwelchen Gründen interessiert, und sie sind lange gut gefahren damit.

Ich frage mich immer, wie so etwas kommen kann. Es liegt wohl an einer Änderung des Grundverständnisses dessen, was Presse leisten muss. Früher hat sie sich als "Vierte Gewalt" verstanden und ihre Kontrollfunktion auch ausgeübt. Heute versteht sie sich als Anhängsel der Regierung. Und dann ist die Balance im gesamten System, das so schlau ausgetüftelt war, verschoben und es funktioniert nicht mehr. In Amerika nennt man es "Checks and Balances", was bei uns hier schon länger kaputt ist. Drüben funktioniert es noch im Großen und Ganzen.

Vielleicht ist es auch viel einfacher und es macht den Unterschied, ob ein Chefredakteur mit Winnetou und Old Shatterhand oder mit Bibi Blocksberg und Benjamin Blümchen aufgewachsen ist. Oder mit "Peter Lustig", der in seinem Bauwagen wohnte und Gitarre spielte. Wenn das natürlich die Ideale sind, dann ist es auch wurscht, wenn die Villa, die Fabrik und das Tafelsilber flöten gehen.
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#6
(09.07.2018, 04:15)PuK schrieb: Die SZ war mal gut, zweifellos. Ist aber schon lange her. Ich hatte schon als Jugendlicher dafür plädiert, doch die AZ abzubestellen und dafür die SZ zu abonnieren. Aber die SZ war um die Hälfte teurer und vor allem hatte sie kein kostenloses Fernsehprogramm und keine (Trommelwirbel) Todesanzeigen aus der Umgebung. Und außerdem (das ewige Mantra meiner Jugend) "bauen wir gerade ein Haus und haben kein Geld für so was".

Das kenne ich. War deswegen in den Ferien arbeiten; Alpine (hieß die damals noch), Kunststoffwerk Pfersee, Haindl, Bahnpost; vorher bei Onkels und Tanten auf dem Bauernhof. Lernen kann man da überall etwas und kriegt noch Geld dafür: Ski mit Stiefeln, Fahrrad etc., sogar mal eine SZ wegen des Streiflichts. Das hätte man auch im Vorbeigehen lesen können ohne sie zu kaufen, aber es war so eine Art Aperitif.
Wenn ich mir die Kommentare in den Zeitungen zur Flüchtlingssache ansehe, kommt mir das Grausen. Dabei ist die Sache ganz einfach, aber fast jeder redet hochschwanger drum rum, überschlägt sich vor Klugheit und Sehenskraft, beschwört Geister und Unheil. Beispiel.
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#7
(09.07.2018, 05:01)forest schrieb: Das kenne ich. War deswegen in den Ferien arbeiten; Alpine (hieß die damals noch), Kunststoffwerk Pfersee, Haindl, Bahnpost; vorher bei Onkels und Tanten auf dem Bauernhof. Lernen kann man da überall etwas und kriegt noch Geld dafür: Ski mit Stiefeln, Fahrrad etc., sogar mal eine SZ wegen des Streiflichts. Das hätte man auch im Vorbeigehen lesen können ohne sie zu kaufen, aber es war so eine Art Aperitif.
Wenn ich mir die Kommentare in den Zeitungen zur Flüchtlingssache ansehe, kommt mir das Grausen. Dabei ist die Sache ganz einfach, aber fast jeder redet hochschwanger drum rum, überschlägt sich vor Klugheit und Sehenskraft, beschwört Geister und Unheil. Beispiel.

Ja, die Deutsche Bundespost (im meinem Fall das Paketpostamt in der Eichleitnerstraße, wo jetzt der Media-Markt ist) und die Haindl AG waren die großen Auffangbecken für Leute wie uns damals. Die kenne ich auch, und zum Haindl bin ich als Leiharbeiter durch einen Königsbrunner Elektrobetrieb gekommen. Außerdem bin ich dadurch in die Ulrichswerkstätten gekommen, weil wir da ein paar Kabelpritschen unter der Decke installieren und verkabeln sollten. Das konnten die Leute dort ja nicht selbst. Da hab ich dann gesehen, was die dort machen müssen (Glühbirnen vom Osram vom großen Haufen in kleine Verkaufspackungen aus Pappe stecken, 8 Stunden lang am Tag) und hab gemerkt, dass mein Job besser ist, obwohl er härter und anstrengender war. Die Malzfabrik Gebler in der Nähe von SMÜ haben wir auch verkabelt, sonst hätte die nie in Betrieb gehen können. Und einen Kindergarten in Göggingen, der zwei Tage, nachdem wir fertig waren, abgebrannt ist. Da hinten nach Wellenburg raus, da gibt es rechts diesen Kindergarten, nach dem Hessing, kurz vor dem Ortsende. Wir konnten aber nichts dafür, denn das war wohl Brandstiftung durch jemand anderen, sagte die Kripo, aber sie konnten die Ursache letztlich auch nicht ermitteln. 

Ja, es gibt sogar Leute, die im Bau befindliche Kindergärten abfackeln. Traurig, aber wahr. 

Zum deinem Beispiel: Es gibt Situationen, in denen Anstand nichts mehr hilft. Sondern nur noch Rigorosität. Wenn du zum Beispiel sonst beraubt, betrogen oder ermordest würdest. Dann hilft "bitte" und "danke" nicht mehr viel und man muss zu anderen Mitteln greifen.
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#8
(09.07.2018, 05:01)forest schrieb: Das kenne ich. War deswegen in den Ferien arbeiten; Alpine (hieß die damals noch), Kunststoffwerk Pfersee, Haindl, Bahnpost; vorher bei Onkels und Tanten auf dem Bauernhof. Lernen kann man da überall etwas und kriegt noch Geld dafür: Ski mit Stiefeln, Fahrrad etc., sogar mal eine SZ wegen des Streiflichts. Das hätte man auch im Vorbeigehen lesen können ohne sie zu kaufen, aber es war so eine Art Aperitif.
Wenn ich mir die Kommentare in den Zeitungen zur Flüchtlingssache ansehe, kommt mir das Grausen. Dabei ist die Sache ganz einfach, aber fast jeder redet hochschwanger drum rum, überschlägt sich vor Klugheit und Sehenskraft, beschwört Geister und Unheil. Beispiel.

Dieser von dir als Beispiel verlinkte Kommentar ist, qualitativ und quantitativ zusammengefasst, ein Fürzchen.
Dazu inhaltlich widersprüchlich und teilweise falsch. Ob letzteres aus Wunschdenken oder Unwissen, weiß ich nicht.
"Zweitens hat die CSU schon im Bundestagswahlkampf voll darauf gesetzt, mit einer rigorosen Asylpolitik zu punkten – und ein katastrophales Ergebnis erlitten" steht da im dritten Abschnitt.
Aha, also wegen ihrer "rigorosen" Asylpolitik und nicht wegen der Asylpolitik Merkels, die von CDU und SPD mitgetragen wurde. Wer's glaubt, wird selig.
Und was der Kommentator da schreibt, steht in krassem Widerspruch zu dem, was er im ersten ersten Abschnitt schrieb:
"In der Flüchtlingsfrage hat die CSU die Mehrheit der Bevölkerung auf ihrer Seite".
Oha! Hat etwa die Bevölkerung, sprich der Wähler, in einem Dreivierteljahr eine Wende um 180 Grad vollzogen?
Quality last - oder so ähnlich.
Die Wirklichkeit ist so schlimm, sie spottet jeder Beschreibung.
(Thomas Bernhard)
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#9
(09.07.2018, 05:55)Serge schrieb: Dieser von dir als Beispiel verlinkte Kommentar ist, qualitativ und quantitativ zusammengefasst, ein Fürzchen.
Dazu inhaltlich widersprüchlich und teilweise falsch. Ob letzteres aus Wunschdenken oder Unwissen, weiß ich nicht.
"Zweitens hat die CSU schon im Bundestagswahlkampf voll darauf gesetzt, mit einer rigorosen Asylpolitik zu punkten – und ein katastrophales Ergebnis erlitten" steht da im dritten Abschnitt.
Aha, also wegen ihrer rigorosen Asylpolitik und nicht wegen der Asylpolitik Merkels, die von CDU und SPD mitgetragen wurde. Wer' glaubt, wird selig.
Und was der Kommentator da schreibt, steht in krassem Widerspruch zu dem, was er im ersten ersten Abschnitt schrieb:
"In der Flüchtlingsfrage hat die CSU die Mehrheit der Bevölkerung auf ihrer Seite".
Oder hat etwa die Bevölkerung, sprich der Wähler, in einem Dreivierteljahr eine Wende um 180 Grad vollzogen?
Quality last - oder so ähnlich.

@ Serge & forest: 

Man kann das alles noch viel klarer auf den Punkt bringen, so wie es hier jemand auf den Punkt gebracht hat. 

Aber ich lasse das lieber hier und verlinke es nur. Wer weiß, was sonst passiert...
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