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Partnachklamm nur noch von 8 bis 18 Uhr begehbar
#31
(14.09.2017, 15:22)PuK schrieb: Und sonst so: Sicher kostet das Geld. Und die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen gehört nicht zu den bedürftigen Gemeinden in Deutschland. Um es mit der Kanzlerin zu sagen: "Die schaffen das!"

Es spielt doch gar keine Rolle, ob Garmisch eine bedürftige Gemeinde ist oder nicht. Mit dem gleichen Argument könntest Du freie Fahrt in Bus, Tram und Zug fordern, ebenso müsste dann Deiner Meinung nach der Besuch von Theater oder Zoo kostenlos sein. Es ist ja auch nicht so, dass es keine anderen Wege als den durch die Klamm gäbe, nur sind die eben wesentlich weiter, dafür aber kostenlos. Wer es schneller will, der soll ruhig seinen Obolus entrichten, damit der Weg weiter sicher gehalten wird. Warum soll der Steuerzahler für das Vergnügen einiger Leute zahlen?
Was nützt es, wenn der Mensch lesen und schreiben gelernt hat, aber das denken anderen überlässt?  
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#32
(14.09.2017, 10:39)Sophie schrieb: Ich wusste nicht mal, dass es in München eine Praterinsel gibt. Pardauz. Aber da der Wiener Platz gleich nebenan ist, bot sich das vermutlich an.

Und konntest Du rauskriegen, was diese (die Hütte) dort für einen Zweck erfüllt?

Lueginsland war dankenswerterweise schneller, aber ich vielleicht näher an der Frage. Muß ausholen:

Die Frage, ob München Hbf zu Isartor an einem heißen Junitag ratsam ist, die U oder S zu nehmen, mixed Elektrische mit Schlendrian und der Auswahl wer von wo bis abwechselnd, war still unterhaltsam. Hab ich mir schon auf der Hinfahrt aus A überlegt und auf Sponti aufgeschoben. Es kam, wie es kommen mußte.
Als Alter alpinist ging ich es erstmal langsam zu Fuß an. Am Stachus kann man sich das immer noch überlegen. Dort im Untergeschoß - verhalten neugierig - roch es wie vor 30 Jahren noch immer nach frischer Pizza pronto - kann auch sein, daß die jetzt togo heißt.
Hatte gut läufige Sneaker an (sollte man vielleicht hier zusammenschreiben), also durch die Kaufinger durch, am Mareplatz kann man immer noch absteigen, also die Teppen runter. Hielt mich trotz Kreuz- und Gegenverkehrs gut rechts. Den Tretter gibt es immer noch und erhaben zur Linken den Hirmer. Klasse Übergangsmantel dort gekauft, früher einen Lodenmantel. Der war echt gut, der Verkäufer meinte angesichts meiner damaligen noch-nicht-Ex, daß der mir stünde. Ließ mich breitschlagen und er war wirklich gut noch spätnachts in allgäuer Schneestürmen. Den hat jetzt hoffentlich ein anderer wackerer Geselle.
Den Übergangsmantel hab ich noch. Er ist ein bißchen körpernah geschnitten, jetzt mehr als früher, feinste Baumwolle und die gefüttert, kein Schnörkel, verdeckte Knopfleiste natürlich, etwas trenchcoatähnlich, aber viel feiner, was nicht jede/r merkt, helles steingrau, also schon trockener Stein, die Taschen an der richtigen Stelle, kein Wunder, daß den keiner haben wollte außer mir ich.

Wo waren wir? Ah, ja. Den Mareplatz sollte man nicht unter-, sondern überqueren, zumindest alle Jahrzehnte mal, dachte ich mir und flutsch gings ins Tal, bergab also und GsD Isartor. Das Valentin-Musäum kannte ich von innen, aber daß es bis zur Isar doch noch ein gutes Stück ist, zumindest in dieser Konditionslage, hatte ich vergessen. Kannte ich auch nicht (die Konditionslage). 
Ansonsten war alles wie früher, Rieger Pelze, Füchse und Hasen mitten in MUC, auch das Patentamt war noch da und es hätte sogar mit etwas Gefühl einen Parkplatz in der Nähe der Anfahrtszone gegeben wie früher.

High noon, entlang der Isar zurück, wie ein Puma, fiel mir ein, als ich die mir ausguckte. Wildleder. So schlich ich mich die Isar abwärts, um entlang der Max heim zu finden. Die Reg. von Obb. ist ein schöner Komplex, sag ich mal so, aber davor sind noch einige Denkmäler und darüber der Landtag, immer gerade noch rechtzeitig Bänke zum Ausruhen.

Aber da war ich schon an der Höllentalhütte vorbei. Die ist so versteckt im - fast hätte ich gesagt - Gestrüpp, daß ich sie fast übersehen hätte. Wenn ich das nächste Mal die Tour gehe, reserviere ich mir dort eine Matratze. Den Hatsch am Stück mache ich nicht mehr bei der Hitzn.
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#33
(14.09.2017, 15:22)PuK schrieb: Was soll denn der Link beweisen? Das ist ein Urteil des Oldenburger Verwaltungsgerichts, mithin ein erstinstanzliches, von vor drei Jahren.

Das Urteil in meinem Post ist vom BVerwG, also dem BGH der Verwaltungsgerichte. Und ein höchstrichterliches Urteil zum Thema gab es bisher nicht, sondern das Urteil des BVerwG wurde erst neulich gesprochen. Die unteren Verwaltungsgerichte werden sich ab jetzt daran orientieren.

Und sonst so: Sicher kostet das Geld. Und die Gemeinde Garmisch-Partenkirchen gehört nicht zu den bedürftigen Gemeinden in Deutschland. Um es mit der Kanzlerin zu sagen: "Die schaffen das!"

OK, der Link beweist nix. Das Nordseebad Hooksiel kann auch der Partnachklamm niemals das Wasser reichen.

Zur Klamm aber und dem Eintrittsgeld für den Unterhalt:

Der Weg in und durch die Klamm wurde vor langer Zeit angelegt um die Holztrift zu ermöglichen, war äußerst gefährlich und für unsereins unbegehbar.

Als dann der Fremdenverkehr sprudelte und auch Touristen den schwierigen Weg entdeckten, wurde diese Attraktion "Werbebotschaft"
und deshalb für eine Bewunderung zugänglicher gemacht.

Der Weg wurde ausgebaut, es wurden Tunnels gesprengt und wird sogar im Winter begehbar gehalten.

Kurz vor Ende des vorigen Jahrtausends (fast neulich, gell) brach eine riesige Menge Gestein aus einer Felswand am südlichen Ende der Klamm,
machte den Weg unpassierbar und verklauste die Partnach. Es bildete sich ein kleiner Stausee, aus dem sich die P. wieder einen Weg ins Tal bahnte.
Für d´Leut wurde dort ein Stollen gesprengt, mit Ausgucken zum Wasser und so ist das Begehen jetzt gefahrlos.

NB: gespeist wird die Partnach NOCH aus dem Abfluss des Schneeferners.

Hier können Sie nachlesen und vor allem in einer virtuellen Tour gucken.
 
Die Nordseeküste ist an der beurteilten Stelle auch ohne Pflege für Kindergeburtstage tauglich.
Wenn man die Partnachklamm völlig der Naturgewalt überliese, dann geht es in einigen Jahren nur noch „mit Seil und Haken.“

Sehen Sie es doch so: auf die Bergesgipfel kommt man grundsätzlich umrasonst, je nach Schmalz,
mit der Seilbahn schaffen ´s auch Tünnes und Scheel, dafür aber müssen sie (meistens) mehr oder weniger bezahlen,
weil der Seilbahnbau auch gekostet hat.
Auch wird niemand gezwungen durch die Klamm zu latschen, aber der Weg teilt das Schicksal vom Seilbahnbau.
Adler fangen keine Fliegen!
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#34
(14.09.2017, 17:39)Lueginsland schrieb: Als dann der Fremdenverkehr sprudelte und auch Touristen den schwierigen Weg entdeckten, wurde diese Attraktion "Werbebotschaft"
und deshalb für eine Bewunderung zugänglicher gemacht.
(...)
Sehen Sie es doch so: auf die Bergesgipfel kommt man grundsätzlich umrasonst, je nach Schmalz,
mit der Seilbahn schaffen ´s auch Tünnes und Scheel, dafür aber müssen sie (meistens) mehr oder weniger bezahlen,
weil der Seilbahnbau auch gekostet hat.
Auch wird niemand gezwungen durch die Klamm zu latschen, aber der Weg teilt das Schicksal vom Seilbahnbau.

Ja. Und was gleichzeitig mit dem Fremdenverkehr zu sprudeln begann, waren die Gewerbesteuereinnahmen von GP. Das ist die Geldquelle, die die Klamm finanzieren muss.

Das Problem ist doch, dass ich zu Fuß nicht mehr an einem Tag rauf und runter komme, wenn ich die Klamm nicht benutze. Dann muss ich oben übernachten und dann zieht mir jemand anders dafür noch viel mehr Geld aus der Tasche. Von wegen, die Berggipfel sind umsonst. Das waren sie vielleicht einmal.
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#35
Klamm, klamm, klamm? Ach, daher. Innocent
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#36
(14.09.2017, 17:44)PuK schrieb: Das Problem ist doch, dass ich zu Fuß nicht mehr an einem Tag rauf und runter komme, wenn ich die Klamm nicht benutze. Dann muss ich oben übernachten und dann zieht mir jemand anders dafür noch viel mehr Geld aus der Tasche. Von wegen, die Berggipfel sind umsonst. Das waren sie vielleicht einmal.

Die Berggipfel sind immer noch umsonst, aber logischerweise kosten Essen und trinken sowie das Übernachten Geld. Nicht nur auf Berghütten, auch im Tal und überall. Tongue
Was nützt es, wenn der Mensch lesen und schreiben gelernt hat, aber das denken anderen überlässt?  
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#37
(14.09.2017, 18:26)Klartexter schrieb: Die Berggipfel sind immer noch umsonst, aber logischerweise kosten Essen und trinken sowie das Übernachten Geld. Nicht nur auf Berghütten, auch im Tal und überall. Tongue

Das weiß ich schon, dass du derartigen Ansinnen eigentlich nie abgeneigt bist. Yes

Aber wie viiieeeel weiter vorne schon dargelegt, steht in der Bayerischen Verfassung, dass der Naturgenuss jedem ermöglicht werden muss und nicht nur jedem mit Geld. Argumentative Klappe zu, Affe tot. So etwas gibt es nicht in jeder Landesverfassung, das BVerwG musste das offenbar aus Art. 2 GG herleiten. Geht aber auch.
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#38
(14.09.2017, 18:33)PuK schrieb: Das weiß ich schon, dass du derartigen Ansinnen eigentlich nie abgeneigt bist. Yes

Aber wie viiieeeel weiter vorne schon dargelegt, steht in der Bayerischen Verfassung, dass der Naturgenuss jedem ermöglicht werden muss und nicht nur jedem mit Geld. Argumentative Klappe zu, Affe tot. So etwas gibt es nicht in jeder Landesverfassung, das BVerwG musste das offenbar aus Art. 2 GG herleiten. Geht aber auch.

Bayern hat jede Menge Natur, PuK, alles frei und kostenlos. Sogar auf die Berge darfst Du völlig umsonst rauf steigen, nur eben nicht an bestimmten Stellen. Ist wie bei der LKW-Maut. Die dürfen auch kostenfrei die Landstraße befahren, bei Bundesstraßen und Autobahnen kostet es eben Maut, dafür geht es schneller. Du willst ja auch nicht den Naturgenuss, Du willst nur schneller an Dein Ziel kommen. Und das kostet eben, Devil
Was nützt es, wenn der Mensch lesen und schreiben gelernt hat, aber das denken anderen überlässt?  
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#39
(14.09.2017, 18:44)Klartexter schrieb: Du willst ja auch nicht den Naturgenuss, Du willst nur schneller an Dein Ziel kommen. Und das kostet eben, Devil

Ich könnte genausogut und mit den gleichen Argumenten fordern, dass mir der Naturgenuss in der Partnachklamm kostenlos ermöglich werden muss, nicht nur der kostenfreie Durchmarsch zum Naturgenuss auf dem Gipfel. Das ergab sich jetzt nur aus der Argumentationskette im Forum.

Es geht doch nicht um Berggipfel oder nicht. Das ist alles öffentliche, kostenlose Natur, verfassungsmäßig.
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#40
(14.09.2017, 17:44)PuK schrieb: .../....

Das Problem ist doch, dass ich zu Fuß nicht mehr an einem Tag rauf und runter komme, wenn ich die Klamm nicht benutze. Dann muss ich oben übernachten und dann zieht mir jemand anders dafür noch viel mehr Geld aus der Tasche. Von wegen, die Berggipfel sind umsonst. Das waren sie vielleicht einmal.

Grundsätzliches zur "Bezahlschranke" wurde von Klartexter verständlich gemacht.

Der Schwimmerbund Delphin schwimmt an Maria Himmelfahrt quer durch den Ammersee und die Wasserratten sparen Kosten für´s Ruderboot,
einen gibt es, der schwimmt täglich zur Arbeit, die Isar flussab,
es gibt Gipfelwanderungen, die "auffi und obi" ohne Übernachtung möglich sind,
manche quälen sich den Judenberg rauf und runter, gar mit Umweg über die Rathaustreppe,
aber,
weil Sie unbedingt auf die Zugspitze wollen,  empfehle ich Ihnen die schwäbische Führe,
dann müssen Sie, mehr übel als wohl, wohl € 5,00 mitbringen für die Jubiläumsgrathütte (Gemeinde Gap hat nix davon)

[Bild: Jubil%C3%A4umsgrat_Biwakschachtel.jpg]

oder so planen, koscht nix   [Bild: OUT_08_09_Aufmacher.jpg.jpg.2631894.jpg]
Adler fangen keine Fliegen!
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