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Rund um den Brexit
#51
Na ja, Martin, im Artikel von n-tv geht es ja nicht nur um Ryan Air, das ist zu kurz gesprungen. Die Leute haben sicher nicht unberechtigte Befürchtungen, wie auch dieser Text aus dem Artikel zeigt:


Zitat:Schon heute muss die Wirtschaft einen hohen Preis für das Streben nach mehr Selbstbestimmtheit von Brüssel zahlen. Das britische Pfund notiert zum Dollar rund 18 Prozent niedriger als vor der Abstimmung. Verantwortlich für die Schwäche der Währung ist vor allem das große Leistungsbilanzdefizit des Vereinigten Königreichs. Die britische Wirtschaft importiert deutlich mehr, als sie exportiert. Der Brexit wird diese Situation noch schlimmer machen: Das Handelsdefizit muss finanziert werden, also ist Großbritannien auf Kapitalimporte aus dem Ausland angewiesen - diese dürften durch den EU-Austritt erschwert werden.
http://www.n-tv.de/wirtschaft/Harter-Bre...73539.html
Was nützt es, wenn der Mensch lesen und schreiben gelernt hat, aber das denken anderen überlässt?  
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#52
Interessante Aussagen von deutschen und britischen Gewerkschaftsführern zu Brexit und EU. Diese sollten sich alle EU-Hasser und -Kritiker hinter die Ohren schreiben, die im Nationalimus das Heil sehen wollen:


Zitat:O'Grady: Eine der Früchte der EU ist ein Sozialmodell, das grundlegende Rechte garantiert. Mutterschutz, bezahlten Urlaub. Die britischen Arbeiter haben diese Rechte, weil die Gewerkschaften EU-weit gemeinsam dafür gekämpft haben. Jetzt sagt unsere Regierung: Wir werden diese Rechte schützen. Das sagt sie jetzt. Aber was, wenn es in Zukunft mal eine andere Regierung gibt? Wird sie für Investitionen werben, indem sie die Rechte der Arbeiter abbaut? Wir brauchen keine Versprechungen, sondern Garantien. Workers first!

Hoffmann: Ich möchte noch darauf hinweisen, dass es die EU ist, die zentrale Arbeitnehmerrechte eingeführt hat. Nehmen Sie die Richtlinie zum Umgang mit Gefahrstoffen. Die EU-Regeln haben die Arbeitsbedingungen in Deutschland sehr verbessert. Das ist nicht nur für die Beschäftigten gut, sondern auch für die Firmen. Es wird ein Wettbewerb nach unten verhindert. Wenn wir Gewerkschaften hier Konzern für Konzern Regeln erkämpfen müssten, wäre das für die Unternehmen ein Problem.

O'Grady: Es ist für Arbeiter überall wichtig, dass Europas Sozialmodell gedeiht. (...) Was gibt es denn sonst noch in der Welt? Amerika, wo wir extreme Ungleichheit haben. Russland, wo wir Autokratie und extreme Ungleichheit haben. Und China? Ähnlich. Es gibt zu viele Orte auf der Welt, wo Arbeiter fairere Deals bekommen müssten. Über die Sozialpolitik könnte der EU ein Neustart gelingen. Und alle hätten mehr Grund zur Zuversicht.

"Keine Versprechungen, sondern Garantien"
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#53
Die Brexit-Verhandlungen gehen weiter: Hübsches Verhandlungszimmer, da wird sogar mir in den Firmen, die ich auf- bzw. heimsuche, oft mehr Platz und Ambiente geboten: :D 


Zitat:Bei der EU-Kommission verstehen sie anscheinend etwas von der subtilen Kraft der Bilder. Wer daran noch Zweifel hegte, wurde am Montag eines Besseren belehrt, als Fotos und ein kurzes Video vom Beginn der inhaltlichen Verhandlungen über den Brexit auftauchten.
Zu sehen ist, wie EU-Chefunterhändler Michel Barnier den britischen Brexit-Minister David Davis empfängt - nicht etwa in einem repräsentativen Sitzungssaal, sondern in etwas, das aussieht wie das fensterlose Zimmer eines Brüsseler Bürokraten. Auf einem Schrank stapeln sich Bücher, auf einem anderen stehen Flaschen. Der Glastisch, an dem Barnier, Davis und ihre Mitarbeiter Platz nehmen, wäre zu klein für größere Mengen an Dokumenten, was zur zweiten Pointe führt: Vor den EU-Leuten liegen dicke Akten, vor den Briten ein winziges Notizbuch.

Wollte die EU kommunizieren, dass sie den Brexit für eine lästige Pflichtaufgabe hält, hätte sie es kaum effektiver tun können. Über die dokumentlosen Briten hingegen ergoss sich auf Twitter und in britischen Zeitungen der Spott. "Okay, wer hat hier den Papierkram vergessen?", lästerte die "Daily Mail". "Vielleicht haben sie die Papiere unterm Schreibtisch versteckt", meinte der "Guardian" und spekulierte, dass möglicherweise etwas dran sei an den EU-Klagen über die britische Planlosigkeit.

Briten stolpern in den Brexit-Poker
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#54
(17.07.2017, 17:48)leopold schrieb: Die Brexit-Verhandlungen gehen weiter: Hübsches Verhandlungszimmer, da wird sogar mir in den Firmen, die ich auf- bzw. heimsuche, oft mehr Platz und Ambiente geboten: :D 


Vielleicht fehlt es - nicht nur - den Eurokraten einfach an Stil....  Innocent

Martin
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#55
Die Briten haben's echt drauf. Langsam sollte da einer die Reißleine ziehen:


Zitat:Nach viertägigen Brexit-Verhandlungen ohne konkrete Ergebnisse hat die Europäische Union der britischen Regierung eine Frist gesetzt: Bis Ende August soll sie alle wichtigen Fragen des EU-Austritts intern klären. Vor allem zu finanziellen Verpflichtungen sei eine klare britische Position unabdingbar für weitere Verhandlungen, sagte EU-Chefunterhändler Michel Barnier.
(...)
"Es ist erschreckend, wie schlecht vorbereitet die britische Delegation am Verhandlungstisch erschienen ist", sagte Leinen. "Jetzt geht wertvolle Zeit verloren, die nötig ist, um einen guten Austrittsvertrag auszuhandeln."

Vier Tage ohne Ergebnisse
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#56
(20.07.2017, 17:26)leopold schrieb: Die Briten haben's echt drauf. Langsam sollte da einer die Reißleine ziehen:



Vier Tage ohne Ergebnisse

Beim ersten Treffen kommt nie ein Ergebnis heraus. Das beste Beispiel sind die Tarifverhandlungen der Gewerkschaften.

Dafür versuchen William und Kate die Lage zu entspannen. Genau das haben die tatsächlich als Meldung im ÖR als Meldung angeboten. W00t
Eine wirkliche Entspannung wäre ein Besuch in den Städten Coburg und Gotha gewesen. Devil
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#57
Die Briten nähern sich langsam der Realität an:


Zitat:Großbritannien hat laut Brüssel mit der EU eine 100-Milliarden-Euro-Rechnung offen. Nun soll London bereit sein, etwa die Hälfte zu überweisen - stellt dafür aber Bedingungen.

Großbritannien will bis zu 40 Milliarden Euro für Brexit zahlen
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#58
(06.08.2017, 10:40)leopold schrieb: Die Briten nähern sich langsam der Realität an:



Großbritannien will bis zu 40 Milliarden Euro für Brexit zahlen

Seien wir ehrlich, leopold.
Die Briten nähern sich der Tatsache an, dass unsere Chefstrategen allesamt mathematische Volltrottel und charakterlich fragwürdige Gestalten sind, die ihre Ämter nur bekleiden, weil etwa 60 Familien das so zu arrangieren wissen.
Die Chronologie Ihrer Einlassung offenbart doch den zu erwartenden Verlauf des Kuhhandels:
"Sie wollen 100 Milliarden? Wir geben 50!" "OK." "Also 40." "Ähh......" "Gut, 30 direkt, den Rest in fermentiertem Eishai." "Wunderbar, solange 3% für die Partei nach Guernsey fließen." "Auch gut, denkt aber an unsere 200-Meilen-Zone....".

Wer soll denn eine Adminstration ernst nehmen, die sich ein ums andere Mal als Bande strafvereitelnder und tatbeteiligter Rabattmärkchenfälscher erwiesen hat?

An der "CumEx-Gaudi" werden doch auch ausländische "Institute" beteiligt sein, also die City of London. Die wissen also nicht erst seit der "Dieselstarre" unserer Clowns, es mit Hütchenspielern zu tun zu haben. Da reicht es, den Bolzentreiber an den Kopf des Hütchenspielers zu halten und "Langsam, Friendoh....!" zu grummeln.
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#59
Das Pfund fällt, die Inflation steigt und die Briten beginnen zu zweifeln: :smartass:

Zweifel der Briten an Mays Brexit-Strategie wachsen
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#60
Die britische Presse findet immer klarere Worte. Lol Dem ist nichts hinzuzufügen:


Zitat:Der „Economist“ bezeichnet die gegenwärtige Periode der britischen Politik als „Ära des Ärgers“ und diagnostiziert dem Land einen „sehr öffentlichen Nervenzusammenbruch“. Und der angesehene konservative Kommentator Matthew Parris diffamiert seine Partei in der „Times“ als „in kriminellem Ausmaß inkompetent“. „Kann das wirklich Großbritannien sein?“, schreibt Parris. „Die Konservativen verwandeln den Brexit in ein beschämendes Durcheinander. Sie scheitern vollkommen an der Aufgabe, den Austritt zu organisieren.“
Der Chor der Stimmen, die der wachsenden Verzweiflung über die offenbare Überforderung der Regierung Ausdruck verleihen, wächst. Der Industrieverband Institute of Directors warnte jüngst: „Die Regierung muss sich dringend mit den bevorstehenden Risiken für die Wirtschaft auseinandersetzen: Was passiert am Tag des Brexits, und was passiert nicht? Damit Unternehmen vorausplanen können, müssen sie wissen, welche Route die Regierung verfolgt.“
Selbst die Verwaltung hält sich nicht mehr zurück. James Chapman, Ex-Stabschef im Brexit-Ministerium, machte seiner Wut auf Twitter Luft. Außenminister Boris Johnson gehöre für das berüchtigte falsche Versprechen, dass die Briten mit dem Brexit 350 Millionen Pfund pro Woche sparen, ins Gefängnis.
Und der ehemalige Chef der Bank of England, Mervyn King, entlarvte die Warnung der Regierung, den Verhandlungstisch zu verlassen und auf einen Deal mit Brüssel zu verzichten, als schlechten Bluff: „Es muss eine glaubwürdige Rückzugsposition sein. Andernfalls wird die andere Seite unseren Forderungen keinerlei Beachtung schenken.“

„Dumm wie Hackfleisch“
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